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Die erotische Rute – ein Star der Literatur

Man muss nicht weit schauen, um auf jene Werke zu stoßen, die Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts die Rute in den Mittelpunkt der erotischen Literatur stellten. Besonders beliebt waren (und sind) Ausgaben, die sinnliche Illustrationen enthalten, und die eines verdeutliche: Zumeist handelte es sich um weibliche Bedienstete, die dort die Rute empfingen.

Nun könnte man zu der Meinung kommen, in einer von Männern dominierten Welt sei es immer der Mann, der die Knute schwang, und immer die Frau, die sich dem unterwarf.

Aber das ist reichlich einseitig gedacht. Denn die Rute befand sich sowohl in der Hand der Damen, wie sie denn auch auf deren Hinterteile angewendet wurde. Soweit die Unterwerfung und Züchtigung von jungen Männern gezeigt wurde, kamen Rohrstöcke und Peitschen zur Anwendung, doch die Damen verwendeten die Rute – vor allem, wenn sie „unter sich“ waren.

Lenchen in einer illustrierten Ausgabe - eher eine der "harmloseren" Darstellungen.
Das berühmteste Werk der erotischen Literatur dieser Art ist zweifellos die in Episoden aufgeteilte Geschichte der „Freuden der Rute“, in dem Damen der Gesellschaft ihre Dienstmägde vor den Augen anderer Damen züchtigen. Im berühmte „Matée a le fouet" spielt die Rute – neben anderen Züchtigungsinstrumenten – eine wichtige Rolle, und ähnlich ist es in „Lenchen im Zuchthause“ , englisch "Nell in Bridewell"oder in „Les Malheurs de Colette“. Dabei wird immer wieder die Erotik einer dominanten Frau im Gegensatz zu einer unterwürfigen Frau verwendet, wenngleich in all diesen Schilderungen auch Männer zur Rute greifen.

Süßliches in der Ruten-Erotik
Eine Theorie besagt, dass die Literatur jener Zeit gar nicht so sehr auf lüsterne Männer abzielte, sondern dass ein Großteil der Leserschaft aus vornehmen Damen bestand, die ihre erotischen Sehnsüchte mit dieser Art von Literatur stillten. Da sich die Szenen teils auch als verdeckte gleichgeschlechtliche Bedürfnisse auslegen ließen, darf vermutet werden, dass die Damen der damaligen Zeit durchaus Genuss beim Lesen empfanden. Sinnlich-süßlich geht es später zu, beispielsweise in "Le Penisonnat de Madame Cerval". Die Jünglinge, die ebenfalls an derartiger Literatur interessiert waren, fanden ihre Bedürfnisse eher bei der „Weiberherrschaft“ ("Gynecocracy") oder bei Motorgeuls „Dressage“ befriedigt, in denen es eine Spur härter zuging und in denen verdeckt geschilderte Gleichgeschlechtlichkeit ebenfalls eine namhafte Rolle spielte.

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Das Sinnliche an der Rute verschwand mit der Rute selbst. Die Dominatrix wurde immer häufiger als peitschenschwingende Furie dargestellt, der Mann, der unter ihr lüstern litt, als elendiglicher Wurm. Die umgekehrte Darstellung, also der Mann als Zuchtmeister und die Frau als Gezüchtigte, war lange Zeit nicht mehr im Angebot dessen, was in Buchhandlungen zu finden war. Erst als die „50 Shades of Grey“ Furore machten, änderte sich dies. Zwar mochte die Schilderung miserabel sein – aber offenbar gab es die Erregung durch den Gedanken an lustvolle Schläge immer noch.

Es mag Gründe dafür geben, dass diese Lust am sehnsüchtigen Lesen auch weiterhin anhält. Nur eben ohne Ruten.

Mit Anstand schreiben ...

Mit Anstand bringen wir die Nikolaus-Woche zu Ende. Bis Freitag verschwinden Nikolaus und seine Kasper wieder von der Bildfläche, und alles, was mit ihnen zusammenhing.

Dann wollen wir wieder die süße Frivolität zu Wort kommen lassen, die auf der Zunge zergeht … sei es in Worten, Liedern, Schokoladengenüssen, Speisen, Getränken oder Körperflüssigkeiten.

Ach ja, und Weihnachten … mal sehen, was es da noch an Geschenkideen gibt … sie müssen nicht unbedingt für den Genuss der Lust auf der Zunge sein …

Falls ihr Ideen habt ... bitte her damit ...

Woher kommt überhaupt das Schlagen mit der Rute?

Spielereien: eine spielt die Herrin, die andere die Dienstmagd
Ohne jeden Zweifel waren die Geißler die Urheber der Zucht durch Züchtigung. Ging es im Ursprung darum, den Leib durch Geißelungen von der Unzucht zu befreien und ein Leben nach Gottes Geboten zu führen, so erwies sich bald, dass die Geißel die Lust nicht nur vertreiben konnte, sondern sie auch förderte. Soweit die häusliche oder öffentliche Erziehung betroffen war, erkannte man bald, dass für Bedienstete eher die Rute als die Geißel infrage kam, wenngleich auch die Klopfpeitsche häufig Erwähnung fand. Der später of erwähnte importierte Rohstock spielte noch keine Rolle, man bevorzugte frei verfügbare, inländische Materialen, also vor allem Birken- und Haselruten.

Die Strafe der Rute war bald in aller Munde, und ihre „Küsse“, wie man allgemein sagte, trafen nicht nur das Dienstpersonal, sondern auch die Schüler der Internate. Diese hatten eigene, strenge Regeln und Rituale, die dem Außenstehenden oftmals fremd waren. Besonders in den Internaten, in denen Frauen lehrten und Mädchen lernten, wurden gleichgeschlechtliche Bindungen und Experimente gerne mit Schlägen verbunden.

Der Grund für die erotische Komponente lag ohne Zweifel darin, dass manche Frauen die entblößten Hinterteile sinnlich fanden, sie diese aber nur vermittle einer Strafaktion freilegen durften. Da dies alles hinter Internats- oder Klostermauern und ganz legal geschah, konnte auch niemand Anstoß daran nehmen, wenn es den Erzieherinnen oder Nonnen gefiel, sich an den „rosigen hüllenlosen Pops“ zu ergötzen.

Später geriet das Schlagen auf das nackte Gesäß in Verruf – und zwar genau aus diesem Grund: Die erotische Komponente sollte auf jeden Fall unterbunden werden. Also wurde seither auf das Hemd oder später auf das Höschen geschlagen. Seither kursiert auch der Begriff „Das Höschen strammziehen“, damit dies keine Falten warf und die Wucht der Schläge möglichst linear zum Gesäß und damit zu den Nervenenden der Haut vordrangen.

Nach und nach verschwand die Rute dann aus der körperlichen Züchtigung wie auch aus der Erotik. Der Grund lag vor allem darin, dass die Birkenruten sehr gut gepflegt werden mussten, um immer einsatzbereit zu sein und dass neue Ruten von Hand geschnitten, entlaubt und gebunden werden mussten. Außerdem durfte im 19. Jahrhundert aus Sittlichkeitsgründen nicht mehr auf das nackte Gesäß geschlagen werden – und über der Kleidung hat die Rute kaum noch strafende Wirkung.

Der neue Star am Horizont war der Rohrstock, der wesentlich haltbarer war und mit dem sich ausgesprochen schmerzhafte Schläge erzeugen ließen, weshalb man es normalerweise bei drei bis zwölf Schlägen „auf den Hosenboden“ beließ.

Damit endet auch die Faszination der Birkenrute – weil sie niemand mehr spüren konnte, entfiel sowohl die Erinnerung an die strafende Hand, die sie führte, wie auch an die liebende Hand, die mit der Rute verführte.

Weihnachten für sündige Sammlerinnen

Zu Weihnachten mal in Gold?

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© am Bild: 2016 by Big Teaze Toys

Frauen in Seide

http://fatima-xberg.tumblr.com/post/154120904855


Ich verstehe, wenn ihr keine Objekte der Begierde sein wollt. Aber ich denke, dass nichts auf dieser Erde so wundervoll ist wie eine Frau, die sich in Seide hüllt. Nicht einmal eine, die sich völlig entkleidet. Übrigens finde ich den Hintergrund (aus Japanpapier?) sehr passend.