Die erste faszinierende Frau – der erste faszinierende Mann

Geschrieben von © Gebhard Roese •Donnerstag, 29. März 2012 • Kategorie: liebe an sich


faszination ist nicht immer positiv



Da war es nun geschehen, das „erste Mal“. Die Rede ist nicht zwangsläufig vom Geschlechtsakt. Das „erste Mal“, in dem junge Menschen vom anderen Geschlecht so fasziniert sind, dass sie der Blitz der Liebe trifft, kann alles sein: ein Blick, ein Kuss, das zufällige Berühren des Körpers … und selbstverständlich auch der Zungenkuss, der unwillkürliche Orgasmus, während man einander intim streichelt, oder eben der Geschlechtsakt selbst.

Wer die Liebe nur als reine Reise über eine verwirrende Gefühlswelt in die Sexualität erlebt hat und dabei niemals wirklich faszinierenden Partner hatte, weiß nicht wirklich, wovon hier die Rede ist.

Faszination - in der Liebe schwer erklärbar

Faszination ist schwer erklärbar und nicht identisch mit dem Gefühl des Verliebtseins. Verlieben kann man sich immer und überall, und letztendlich in eine große Anzahl von Personen. Wer will, kann Online-Dating als eine nicht enden wollende Quelle von potenziellen Partnern nutzen, um ständig wieder in Verliebtheit zu schwelgen. Die Faszination einer Person ist mehr – es ist eine magnetisch anziehende Kraft, die uns nicht nur den Verstand raubt, sondern die unsere Sinne ganz auf diese Person ausrichtet.

Faszination bedeutet nicht Schönheit

Wie kommt es zur Faszination? Zunächst gibt es einige Menschen, die durch natürliche Veranlagung und Erziehung auf nahezu alle Menschen faszinierend wirken, besonders aber aufs andere Geschlecht. Sie haben „das“ feminine oder maskuline Verhalten, das sich viele wünschen. Wer jetzt auf den dummen Gedanken kommt, dies sei bei Männern Charakterstärke oder ein sportgestählter Body ist auf dem Holzweg. Auch wer behauptet, bei Frauen seien es die DD-Körbchengrößen an einem schlanken, groß gewachsenen Körper, liegt schief. Solche Menschen sind zunächst viel begaffte Personen, aber sie sind nicht unbedingt faszinierend. Viel wahrscheinlicher ist, dass sie vom Verhalten her so wirken, als können man mit ihnen ins Abenteuer der Lust reisen. Für diese Theorie spricht, dass sie selten charakterfest oder psychisch stabil sind. Der markante, große Mann mit den bereiten Schultern ist möglicherweise ein machohafter, arbeitsscheuer Mann, der sich durchs Leben laviert, und die sinnliche Frau mit dem begehrlichen Blick eine vom Leben gezeichnete, unsichere Frau, die beim jeweils nächsten Mann das große Glück erhofft.

Neben diesen allgemein faszinierenden Personen gibt es noch jene, die genau die Achillesferse des Partners treffen: Diese Person passt in sein persönliches Bild von einer faszinierenden Frau oder einem faszinierenden Mann.

Für die faszinierenden Personen ist das Leben nicht ganz einfach – und für diejenigen, die von anderen fasziniert werden, kann es ebenso schwierig sein. Lassen Sie mich dies kurz erläutern.

Grenzfall Faszination - akzeptieren oder daran verzweifeln?

Ist ein junger Mensch generell faszinierend, so wird er schon vor der Pubertät die Vor- und Nachteile dieser Eigenschaft entdecken. Begehrt zu sein, ist oftmals kein Zuckerlecken: Die eigene Freiheit und Unabhängigkeit muss bewahrt werden, was letztlich bedeutet, recht viele Menschen abweisen zu müssen. Damit umgehen zu lernen, ist nicht einfach und erfordert eine starke Persönlichkeit. Erstaunlich viele Menschen mit natürlicher Faszination scheitern daran – und sie sind es dann auch überwiegend, die als „verfügbar“ am Markt bleiben. Problematisch ist das leben auch für jene, die nur für ganz bestimmte Personen faszinierend seind – sie wissen oftmals nicht, warum das so ist und verzweifeln gelegentlich daran.

Die andere Seite besteht aus Menschen, die fasziniert werden – teils von durchaus erreichbaren Partnern, aber auch von absolut unerreichbaren. Nun kennen wir vermutlich alle die schwärmerische Faszination, der wir irgendwann einmal verfallen sind, aber sie ließ nach einiger Zeit nach. Problematisch wird es für uns erst, wenn wir notorische Verfolger einer bestimmten Personengruppe, oder noch schlimmer, einer bestimmten Person werden.

Stalker, Geldhyänen und emotionale Spieler nutzen die Faszination

Wenn Sie jetzt an „Stalker“ denken, liegen Sie richtig – aber eben nicht immer. Neben der spektakulären Welt der Stalker und ihrer Opfer gibt es die umgekehrte Konstellation: Frauen und Männer werden mithilfe ihrer Veranlagung, „fasziniert zu sein“, in Fallen gelockt und dann solange finanziell oder emotional ausgeblutet, bis von ihnen nur noch ein kleines Häufchen Elend übrig ist. Die kriminelle Energie der Ausbeuterinnen und Ausbeuter ist dabei erstaunlich groß, und sie nehmen Geldbeträge in der Größenordnung von wenigen Euro bis zu vielen Hundert Euro ein, falls sie es auf Geld abgesehen haben.

Erstaunlicherweise ist es nicht immer die die kriminelle Energie, die in Betrug mündet. Immer wieder tauchen Menschen auf, die eine Art Spiel mit ihrem Opfer betreiben: Es fließt kein Geld, aber die Täterin oder der Täter versucht dennoch, das Opfer in jeder Hinsicht abhängig zu machen. „Hörigkeit“ nannte man diese Veranlagung früher. Heute ist das Phänomen als bewusstes Spiel mit der Unterwerfung ebenso bekannt wie das infame und geheime Spiel, einen anderen Menschen in emotionale Abhängigkeit zu zwingen.

Kommen wir zum Fazit: Faszinierende Begegnungen mit Frauen und Männern haben oft einen bleibenden Einfluss auf das spätere Leben. Sie können als schöne Erinnerung bewahrt werden oder in Wiederholungszwang enden. Beide Teile, die Faszinierenden und die Faszinierten, müssen sich darüber klar werden, wie sie mit diesem Umstand umgehen können.
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Nach dem ersten Sex – was wird aus der Wollust?

Geschrieben von © Gebhard Roese •Mittwoch, 28. März 2012 • Kategorie: liebe an sich


(Zweiter Teil von zwei Teilen)

Erster Teil: Das erste Mal Wollust?

lust, wollust, gar nichts? was wird aus dem ersten sex?


Machen wir uns einmal auf den Weg und verfolgen wir eine junge Frau, die gerade „erweckt wurde“. Ich weiß, das ist eine veraltete Bezeichnung für den ersten Sex, aber sie trifft ganz gut das, was ich hier schreiben will. Sie kann nun drei Wege gehen:

1. Ach, das war’s? Na schön – irgendwann mal wieder, aber nicht sobald.
2. Ich möchte genau das, und zwar von ihm, vielleicht wird es auch noch ein bisschen schöner.
3. Das kann nicht alles gewesen sein. Ich möchte viele Erfahrungen mit diesem Mann, aber auch noch einige mit anderen Männern, Frauen oder gar Paaren – da muss mehr dahinter sein als das, was ich bekommen habe.

Diese drei Wege sind natürlich nicht exklusiv gemeint – es gäbe jeden Weg dazwischen. In den letzten Jahren gibt es eine deutliche Tendenz, den dritten Weg zu wählen. Zwischen dem „ersten Mal“ und dem Heiratsalter liegen heute 10 bis 15 Jahre. Die „heftige Zeit“ zwischen dem 18. Und dem 25. Lebensjahr wird zumeist für Experimente genutzt, dann wird es etwas ruhiger um den Drang, sich sexuell zu verausgaben – erst mit Mitte 30 wird der Drang wieder größer, und dann setzt er noch einmal heftig ein – kurz vor der Menopause.

Sklave oder Meister der Lust?

Die alte Frage der Erzieher: „Beherrscht uns die Lust, oder beherrschen wir die Lust?“ ist reichlich akademisch. Mal beherrschen wir die Lust, mal beherrscht sie uns, und das ist nun wirklich keine Schande – problematisch wird die Angelegenheit erst, wenn uns die Lust vor sich hertreibt, wenn sie uns in dunklen Ecken dieser Erde lockt, in denen gierige Hyänen darauf warten, über unsere Kadaver herzufallen.

Man kann dies deutlich abgrenzen: Ein sehr großer Teil der ledigen Frauen und Männer verschafft sich selbst Lust – das wird gerne verschwiegen und ist dennoch ein offenes Geheimnis. Ein anderer Teil leistet sich Gelegenheitslover mit Stil, meist auf der Basis gegenseitigen Gebens und Nehmens, gelegentlich aber auch durchaus gegen Geldzahlungen oder Geschenke. Soweit diese Gruppen betroffen sind, ist die Gefährdung gering. Der dritte Teil kriecht in den Ritzen des Internets und fragwürdigen realen Plätzen herum (nicht zwangsläufig in Bordellen), um suchtartige Erlebnisse zu haben – und sich hernach zu schämen.

Das Fazit: Lust an sich ist keine Schande

Ich will das Fazit für heute kurz halten: Lust an sich ist keine Schande, und wenn sie uns befällt, dann zollen wie Mutter Natur eben Tribut. Auch die Ausweitung der Lust auf wildsinnliche Vergnügungen ist nicht bereits „an sich“ fragwürdig. Suchtartiges Suchen ist hingegen gefährlich, vor allem, wenn man dazu in die Niederungen entwürdigender Plätze hinabsteigen muss.
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Vom „ersten Mal“ über die Wollust zur Sexsucht?

Geschrieben von © Gebhard Roese •Dienstag, 27. März 2012 • Kategorie: liebe an sich


(Erster Teil von zwei Teilen)

jetzt das erste mal - und dann?


Die erste Liebe vergisst man nie“, „ein Mädchen vergisst ihr ‚erstes Mal‘ nie …" das und noch viel mehr will der Volksmund wissen. Sagen wir einmal: Der Volksmund hätte gerne, dass es so wäre. Aber ist es wirklich so? Und was bedeutet die „erste Liebe“ ohne Geschlechtsverkehr und was könnte sie bedeuten, wenn schon Sex dabei war?

Der Stoff, der sich in uns einschleicht: körpereigene Drogen

Beginnen wir mal damit, was eigentlich passiert: Irgendwann, unvermittelt, überkommt uns ein Gefühl, das wir zuvor nicht kannten. Der Körper schüttet in Massen Drogen aus, die unseren Verstand betäuben sollen. Wie bitte? Unser guter, lieber Körper, der uns trägt und leitet vergiftet uns von innen heraus, beflügelt uns mit Bärenstärke und Löwenmut, blendet aber den Verstand zeitweilig aus, sodass wir gar nicht mehr alles unter unseren schmalen Hut bringen können? Verflixt noch mal, das geht auf keine Kuhhaut, nicht wahr?

Die Natur siegt: der Zwiespalt, der Kampf, die Unterwerfung

Klar ist: Die Natur will etwas durchsetzen, und dabei ist sie verschwenderisch. Immer wieder pumpt sie uns auf, immer wieder verweigern wir ihr den Dienst. Wir wollen gut und edel wirken, fleißig lernen und brave Töchter und Söhne sein. Wir bemühen uns, an etwas anderes zu denken: die großen Aufgaben der Menschheit, die wichtige Klassenarbeit, das Sportfest, die Musik-Charts. Doch unsere Bemühungen, etwas anderes ins Blickfeld zu stellen als die Lust, sind ziemlich aussichtslos. Wir kämpfen dagegen an, wie verweigern und verschieben – und finden uns dennoch eines Tages mit jemandem Hand-in-Hand wieder. Diejenigen von uns, die keine Berührungsängste mit dem anderen Geschlecht hatten, und die schon immer Freundschaften und sinnliche Beziehungen eingingen, sind ebenfalls im Zwiespalt: Jungen fürchten ihr „erstes Mal“, weil sie als unerfahren gelten könnten, und Mädchen, weil sie fürchten, irgendwie verletzt zu werden.

Risiken und Nebenwirkungen der Pubertät

Beide Erfahrungen – die erste Verliebtheit oder die erste wirklich vollzogene Liebesbeziehung, zu der ohne Frage auch Sex gehört, können „Risiken und Nebenwirkungen“ haben, aber sie sind durchaus von Person zu Person unterschiedlich. Ich will hier gar nicht den medizinischen Bereich und die Fortpflanzung an sich behandeln, sondern nur die langfristigen Auswirkungen. Denn auch dies ist keine Frage: Die erste Verliebtheit, die erste schmerzhafte Trennung, die erste komplett vollzogene Liebe oder ein eher zufälliges „erstes Mal“ verändern unser Leben in der einen oder anderen Weise. Üblicherweise führt eine als ekstatisch erlebte Lust beim „ersten Mal“ vorübergehend zu einem schwelgen in Wollust – doch das ist ganz normal und noch kein wirkliches Risiko.

Die Gefahr der Sexsucht – und wie die Natur sie ausbremst

Beginen wir mal mit dem Fragwürdigen: Bereits die erste Verliebtheit kann auf eine Konstellation im Gehirn treffen, die man als „Suchtgefährdung“ bezeichnet. Normalerweise kann unser Gehirn damit umgehen: Wir sind so gepolt, dass wir nach den Botenstoff-Attacken unseres Körpers wieder in den Normalzustand zurückpendeln – hier zeigt sich eine kluge Erfindung der Natur: Der Wahn muss kurz sein, damit wir uns hernach sofort wieder einer möglichen Gefahr stellen können.

Allerdings sind Menschen nicht besonders gefährdet: Der böse Feind lauert nicht neben dem Bett, und so können wir uns tagelang in Liebeswonnen suhlen oder auch mal ein Stündchen in der Mittagspause von der oder dem Geliebten träumen, und manchmal wohl sogar während der Arbeitszeit.

Zwischen Liebessucht (oder Sexsucht), Normalität und eiskalter Kalkulation, wie man einen Partner ins Bett und vor den Traualtar lockt, liegt die Welt des realen Lebens: Nicht süchtig, aber dennoch gelegentlich getrieben, nicht stinknormal, aber dennoch nicht sichtbar liebesverrückt, nicht berechnend, aber wohl ab und an kalkulierend.


Lesen Sie morgen den zweiten Teil in der Liebeszeitung.

Werbung: Der Autor, Gebhard Roese, schreibt auch für Sie und an Ihrer Stelle.
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Nur ein Wort - warum wir nicht wissen, was Liebe ist

Geschrieben von © Gebhard Roese •Montag, 26. März 2012 • Kategorie: liebe an sich


ein wort für alles: liebe


Seit Jahrhunderten benutzen wir ein Wort, um zu sagen: „Ja, ich habe zu einer Person oder zu etwas eine besondere große Neigung, die über das übliche Maß hinausgeht.“ Das Wort heißt Liebe, und weil jeder das Wort für alles benutzt, bedeutet es inzwischen fast gar nichts mehr.

Mickey Mouse und Jugendstil – alles Liebe?

Ein Wort für alles? Das musste ja schief gehen. Wir liebten Karl May oder Mickey Mouse, erklärten, dass wir die Musik von Elvis oder Little Richard lieben würden, erklärten E.T.A. Hoffmann zu unserem Lieblingsdichter und Charles Mingus (oder meinetwegen Frank Zappa) zu unserem Lieblingsmusiker. Wir waren verzückt in stiller Liebe zu Sängern, Schauspielern, Dichtern oder Zeitstilen.

Warum Lehrer die Liebe nicht erklären können

Unsere Lehrer versuchten, uns den Wert der Liebe zu erklären – nichts misslang ihnen so gründlich wie dieses Unterfangen. Lehrer können in der Regel alles zerlegen, aber sie verstehende Kunst des Integrierens nicht. So lernten wir Eros, Philia und Agape kennen, und wussten so wenig wie zuvor. Immerhin hatten die Griechen offenbar wenigstes drei Wörter für das, wofür wir nur ein einziges hatten: Liebe.

Wertewechsel: Die Liebe und die Pubertät

Wie fast jeder von uns erlebt hat, ändert sich die Bedeutung des Wortes drastisch, wenn jemand in die Pubertät kommt. Plötzlich und ohne Vorwarnung kommt die triebgesteuerte Liebe zum Vorschein, deren Ziel die geschlechtliche Vereinigung ist. Zu diesem Zeitpunkt versuchten die Kirchen, ihre Traktätchen unters Jungvolk zu bringen: „Nicht Sex, sondern Liebe“. Sie verwirrten mehr, als sie erklärten. Wie konnte oder wie kann ein Junge Liebe entwickeln, wenn seine Triebe so verlangend hervortraten? Wie konnte ein Mädchen auf Dauer widerstehen, wenn es doch auch fühlte, was es bedeutet, Erwachsen zu werden?

Liebe lernen? Emotional und körperlich: Fehlanzeige

Die bürgerliche Gesellschaft hat ihre kleinen Fluchten, wenn die Pubertät über ihre Kinder hinein bricht: sie versucht, zu verdrängen, zu „sublimieren“. Nicht nur Körperertüchtigung und kaltes Duschen, auch Schwärmereien und Liebesgedichte sollen helfen, diese Zeit unbeschadet zu überstehen. Bei unserer heutigen, verschulten Jugend fällt die „heiße Phase“ der Pubertät in die intensiven Lernphasen, in denen sich ja angeblich die Zukunft entscheidet. Also den Geist vollstopfen mit Wissen, die Psyche volldröhnen mit Emotionen und dann und wann ein wenig Sex? Um Himmels willen – und das soll wirklich gut gehen?

Gleich, wie dies alles ausging oder ausgeht – die Liebe bleibt jedenfalls auf der Strecke. Man kann Liebe nur lernen, wenn man sich Zeit dafür nimmt, und um den Begriff zu füllen, würde man noch mehr Zeit benötigen.

Liebe, Sozialkitt und Vereinfachungen

Liebe ist im Deutschen deshalb fast alles, was irgendwie mit Zuneigung zu tun hat. Gott lieb uns, aber eben auch nicht, weil er ein zorniger Gott sein kann, unter uns allen ist die Liebe eine Art zwischenmenschlicher Sozialkitt. Wer die liebe so sieht, muss Philosoph, Soziologe oder Theologe sein. Im jüngst erschienen Buch „Das Ende der Liebe“ wird provokativ über den Sozialkitt „Liebe“ geschrieben - die innige Liebe, wie sie die meisten Deutschen verstehen, war gar nicht gemeint.

„Unser täglich Liebe“ als einfaches Gefühl

Wenn wir im Alltag über die Liebe reden, so meinen wir die Liebe, die uns entweder sehr nah oder gerade ganz fern ist: das Gefühl, mit jemandem von ganzem Herzen verbunden zu sein, in einer erdachten Einheit von Psyche, Körper und Geist.

Romantik – Mutter des Liebeskitsches

Die Mutter des Liebeskitsches, den wir heute überall vorfinden, ist die romantische Liebe. Sie ist eine reine Kopfgeburt, die zu früheren Zeiten beispielsweise darin bestand, dass der Jüngling „errötend den Spuren“ der Jungfrau folgte. Soviel ist klar: Ist es unschicklich, in der Nähe eines Mädchens gesehen zu werden, so ist der Knabe bereits „vom Gruß beglückt“ und wird dies eine „romantische Begegnung“ nennen. Hier die Begierde – dort der innere oder äußere Widerstand der Hingabe – so entsteht das Gebäude deutscher Liebesromantik. In Wahrheit ist die Liebe in Deutschland weitgehend unromantisch, ja nicht einmal sinnlich. Junge italienische Frauen liebkosen Stunde um Stunde ihre Liebste auf Parkbänken, und junge Ungarinnen sitzen ebenso lange rittlings in der Öffentlichkeit auf ihren Liebsten, während sie nichts anderes tun als Händchen zu halten, einander zu küssen oder zu streicheln.

Liebe – oft eine unbestimmte Empfindung

Liebe? Wen sie überfällt, für den wird sie ein sehr unbestimmtes, widersprüchliches Gefühl. Wie anders sollte es auch sein? Mutter Natur pumpt gewaltige Mengen von Drogen in unseren Kreislauf, um uns die Vernunft zu rauben und uns zur Kopulation zu bewegen. Väterchen Moral sagt uns, dass wir dem am besten gar nicht folgen sollten: Trugbilder, nichts als Trugbilder. Der Herr Pfarrer mag es gar Teufelswerk nennen. Ja, und wir? Wir sind Menschen, und Menschen leben mit Widersprüchen.

Keine festen Regeln mehr – Liebe neu schaffen

In unserer heutigen Zeit erleben wir einen Wandel: Die Zeiten fester Regeln für die Liebe sind vorbei – jedes Paar muss sie sich selber neu schaffen. Interessanterweise wird gerade in dieser Zeit viel von „der Liebe“ gesprochen, die es gar nicht gibt, und auch ein anderes Phänomen ist zu entdecken: Je mehr sich Frauen und Männer gesellschaftlich angleichen, umso mehr bestehen die Ideologen darauf, dass die Unterschiede betont werden. Der Liebe kommt dies nicht zugute.
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Die Liebeszeitung: Liebe an sich - die neue Serie

Geschrieben von © Gebhard Roese •Donnerstag, 22. März 2012 • Kategorie: liebe an sich


romantische liebe -liebling des bürgertums


Liebe an sich“ ist ja ein schönes Motto, aber wie füllt die Liebeszeitung eigentlich alles mit Inhalt? Diese Frage stellt sich unsere Redaktion bereits seit geraumer Zeit. Jetzt haben wir die Antwort gefunden, wie wir den Frühling 2012 angehen werden: mit nackten, hautnahen Fakten über die Liebe – mit sensationellen Enthüllungen über Irrtümer, und vor allem: Mit Wahrheiten, die unter die Haut gehen.

Vergessen Sie, was die Schule gelehrt hat

Was Schule über die Liebe lehren, ist eine Mischung aus falsch verstandener Geschichtsschreibung, Zeitgeist und eingelagerter Moral. Die Liebe ist so gut wie nichts von dem, was Ihnen Ihre Religions-, Geschichts- und Deutschlehrer vermittelt haben. Liebe ist … wir sagen es Ihnen. Warten Sie ab.

Wahre Liebe kontra Ware Liebe

Liebe als Tauschgut? Na und? Mit der sichtbaren und unsichtbaren Ware „Liebe“ wird gehandelt, was das Zeug hält, und dies kaum erst seit gestern. Ach, Sie denken, wir meinen jetzt ausschließlich Sex? Dann unterliegen sie einem verbreiteten Irrtum. Wir meinen alles, was handelbar ist – natürlich auch Sex. Liebe ist … manchmal eben auch ein Tauschhandel.

Der liebende Gott? Ach so … den meinen Sie

Der liebende Gott? Gott ist die Liebe? Sie haben Ihr schwarzes Buch wohl nicht gelesen, oder? Der Schöpfergott kannte überhaupt nur die Sexualität – und sonst gar nichts. Liebe ist … seid fruchtbar und mehret euch.

Freundesliebe – ja, manchmal

Die Liebe unter männlichen Freunden kann Gold wert sein – viel mehr als die Liebe zu den Frauen. Doch der Bruderbund ist im Sturzflug begriffen. Ersatz ist nicht in Sicht. Liebe ist … am abkippen, jedenfalls zwischen Männern.

Mutterliebe – die wahre, die einzige Liebe?

Die Liebe der Mutter - nichts prägt sich mehr ein als sie. Die innigliche Zuneigung zwischen Mutter und Sohn prägte ganze Völker. Die „Mama“ in Italien ist immer noch die einzige Frau, auf die der Sohn nichts kommen lässt. Dies hat Sinn, denn die Mutter versorgt uns mit dem Stoff, der unseren Lebensweg gestaltet: Zuversicht. Liebe ist … die Liebe der Mutter zu ihren Kindern – zweifellos.

Körperliche Liebe ist nicht ausschließlich Sex

Die körperliche Liebe ist nicht ausschließlich Sex – sondern sie besteht aus Sinnlichkeit, Wohlfühleffekten und Befriedigung, und dann und wann sicher auch aus Schmerz. Liebe ist … nicht nur die Lust an der Lust – auch die Lust am Schmerz.

Liebe als Spiel

Liebe als Spiel? Verpönt und verfemt für die einen, der Höhepunkt der sinnlichen Lust für die anderen. Liebe als Spiel, als Paralleluniversum – das hat etwas. Liebe ist … ein Spiel, auch wenn sie kein Spiel ist.

Lustgewinn ohne Geschlechtergrenzen

Ja, das staunen Sie, nicht wahr? Hier Homosexuelle, dort Heterosexuelle? Immer mehr Schäfchen grasen auf beiden Seiten des Zaunes – ohne „schwul“, „lesbisch“ oder sonst etwas zu sein. Das Ganze hat mit „Sein“ gar nichts zu tun, sondern ausschließlich mit Handeln. Lieb ist … Genuss am Körperlichen zu finden. Selbstsüchtig? Meinetwegen.

Kitsch, Romantik und Frau Minne

Glauben Sie nicht jeden Blödsinn. Schlager, Groschenromane, Kitsch-Fernsehen – das kippen sie am besten gleich in den Gulli. Was Sie vielleicht nicht wussten: Die „edle Minne“ können sie gleich hinterherkippen. Liebe ist … niemals edel, wenn sie von Begehren begleitet wird – warum auch?

Lesen Sie ab der Osterwoche 2012 Verblüffendes, Unsägliches und Erschütterndes über die Liebe – in der Liebeszeitung, wo sonst?
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Der Körper – wer liebt ihn eigentlich?

Geschrieben von © Ubomi Ulobi •Mittwoch, 21. März 2012 • Kategorie: liebe an sich


der schöne körper - künstler stellen ihn immer wieder dar


„Ich liebe meinen Körper“ –widersprüchlicher kann ein Satz nicht sein. Eigentlich ist es selbstverständliche, den eigenen Körper zu lieben, denn man wohnt ja darin. Aber nicht alle Menschen lieben den Körper, den sie haben. Manche wären gerne schöner, andere glauben, im „falschen Körper gefangen“ zu sein. Auch, wer sehr zufrieden ist mit seinem Körper, liebt ihn nicht immer: Er zwickt und zwackt, und manchmal fühlt er sich gar nicht gut an.

Den eigenen Körper lieben und beglücken

Du liebst deinen Körper? Vielleicht streichelst du ihn gar selbst? Viele Frauen lieben es, sich zu entspannen und sich über lange Zeiträume selbst zu verwöhnen, begleitet von Champagner, Räucherkerzen und Wannenbädern. Männer lieben ihren Körper gelegentlich auch lange und ausführlich, schweigen aber eher darüber. Zudem ist es einfach zu verführerisch, die „kleine Lust“ schnell und bequem aus der Reserve zu locken, ohne sich lange zu streicheln.

Wenn nur der Körper geliebt werden soll

Wenn es nun nur der Körper ist, der geliebt werden will, ist es dann nicht auch gleich, ob ihn eine Frau, ein Mann oder ein Paar liebt? Was ist, wenn du die Augen schließt und gar nicht weißt, wer dich streichelt, bezüngelt und voller Inbrunst küsst und saugt? Wurdest du nicht auch schon von jemandem massiert, der dich dabei angeregt hat? Wenn der Körper entspannt ist, wird er zugänglicher. Wenn er zugänglich wird, sehnt er sich nach sinnlichen Berührungen. Wird er sinnlich berührt, wächst auch die Lust. Fragst du dann noch, wer dir die Lust bereitet?

Es sind nur Fragen. Aber es sind Fragen, die wir uns dann stellen müssen, wenn wir den Körper entfremden und wir die intensive Lust auf die Fremde oder den Fremden auskoppeln.
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Das zweite erste Mal für einen Mann

Geschrieben von © induna •Mittwoch, 14. März 2012 • Kategorie: liebe an sich


Da ist der Mann nun erfahren, weiß, wie man mit Frauen umgeht, wie er seine Freundin befriedigt und sie ihn, wie alles wundervoll und harmonisch vonstattengeht – und doch ahnt er, das es da noch mehr gibt – viel mehr.

Männer verstehen nichts von zwei wichtigen "ersten Malen"

Von zwei Dingen verstehen Männer nichts, während sie vielfach bei Frauen voraussetzen, dass eine „gewisse Bereitschaft“ vorhanden ist: anal und oral. Ein Mann, der von einer reifen Frau „angelernt“ wurde, wird manchmal damit konfrontiert worden sein, dass sie Cunnilingus verlangt – auf durchaus unterschiedliche Weise. Man sagt, wenn ein Mann Freude daran findet, möchte er es immer wieder, und Psychologen vermuten, dass darin eine gewisse Unterwerfungshaltung zu erkennen ist. Immerhin lernt der "Viscount Ladywood" in dem erotischen Roman "Gynecocracy" zuerst, wie man “den Bart unter dem Rock” entdeckt und dann entsprechend handelt. Die Haut einer Frau mit den Lippen und der Zunge zu berühren, ist ein weites Feld - auch außerhalb des Schambereichs. Das Küssen des Gesichts, namentlich der Lippen, ist dabei nur ein winziger Teil der Erfahrungen, die ein Mann in seinem Leben machen kann. Das erste Mal? Es gibt dabei so viele erste Male, vom Belecken des Zeigefingers Hand angefangen bis zum Küssen der Zehen, dass wir hier gar nicht alle erörtern können (und auch nicht wollen).

Das erste Mal anal - tabu oder nur noch nicht probiert?

Ist vielen Männern der aktive Oralverkehr bereits ein Gräuel, so ist es der passive Analverkehr noch mehr. Denn während in jedem französischen Sex-Roman oder Sex-Drehbuch der aktive Analverkehr des Mannes vorkommt, ist sein eigener Po tabu. Auch dabei gibt es einen Scheideweg, der zumeist von Frauen ausgeht: Wenn die Geliebte erfahren ist und weiß, wie sie die Lust eines Mannes steigern kann, wird sie die Fingerprobe einsetzen. Gefällt es ihm nach und nach, so ist zu erwarten, dass er auch an einer Prostatastimulation Interesse hat, und hat er diese Lust erst einmal für sich entdeckt, dann wird er kaum wieder davon loskommen. Das ernste Mal passiv-anal findet für die meisten Männer mit einer Frau statt, die über die notwendige Erfahrung verfügt – und das ist bei verheirateten Männern meist eine fremde Frau. Das zweite erste Mal – es kann oral oder anal sein, solange der Mann einer Frau auf die Reise durch die Erotik folgt. Damit wäre der entscheidende Satz gesagt: Solange er sich konventionell „bedienen“ lässt und der Frau keinen Spielraum für Experimente schenkt (zu denen sie natürlich ebenfalls bereit sein muss), solange hat ein Mann nur einmal sein „erstes Mal“ – aber ansonsten wird er bald entdecken, wie viele erste Male es geben könnte.
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Das erste Mal – für einen Mann

Geschrieben von © induna •Mittwoch, 14. März 2012 • Kategorie: liebe an sich


scheu, schüchtern, ängstlich - das erste mal für einen jungen mann
Für einen Mann ist das erste Mal ebenso abenteuerlich wie für eine Frau. Verliert er „auf dem normalen Wege“ seine Jungfräulichkeit, so ist das eine Frau, meist älter, meist erfahrener, die ihn nicht dabei beschämt. Sich in etwas „hineinzudrängen“ ist keinesfalls „gewöhnlich“, sondern erfordert eben auch Überwindung. Aber damit nicht genug – da wäre noch die Lage, in die man sich begibt, früher oft „Stellungen“ genannt. Soll man sich heftig bewegen? Wild zustoßen? Sanft sein? Oder sollte man sich vielleicht lieber „reiten“ lassen, um der Unkenntnis zu entgehen?

Was, wenn man gleich beim ersten Mal versagt? Wenn die Aufregung zu groß ist? Wenn man „zu schnell kommt“? Eine erfahrene Frau wird dies alles überspielen, wird dem jungen Mann helfen, die Klippen zu umgehen, wird ihn erneut „aufschütteln“.

Frauen wollen keine brutalen Männer – das hat der Jüngling gelernt. Er wird bald lernen, dass sie auch keine zu zögerlichen Männer mögen. Er wird lernen, dass er sich in der weiblichen Anatomie ebenso fortbilden muss wie in den weiblichen Emotionen. Mit einem Wort: Eigentlich hat er die Arschkarte, eigentlich hat er damit einen miesen Job zu machen. Die Liebe? Ach, du meine Güte, die Liebe. Wenn ein junger Mann Sex lernt, ist er viel zu blockiert, um an Liebe zu denken. Er kann sie zum Zeitpunkt sein „ersten Mals“ doch gar nicht einordnen, zumal, wenn es gerade "zur Sache" geht.

Männer sind, jedenfalls bisweilen, sehr empfindsam. Sie verdienen, dass sie ihr erstes Mal bei einer einfühlsamen Frau erleben, die weiß, was sie tut und wie sie dem jungen Mann die besten Gefühle bei seinem ersten Mal vermitteln kann.

Morgen schreibe ich Ihnen, wie ein Mann seine Jungfräulichkeit zweifach verlieren kann – und dass es noch viele „erste Male“ gibt, mit denen mancher Mann in jungen Jahren gar nicht rechnet.
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Frauentag – im Osten Folklore, im Westen ein Krampf

Geschrieben von © Gebhard Roese •Donnerstag, 8. März 2012 • Kategorie: liebe an sich


Im Osten Deutschlands – man sagt wohl noch manchmal „Mitteldeutschland“ hat der Frauentag eine wirkliche Tradition, sozialistisch-folkloristisch geprägt, also lassen wir ihn dort hochleben.

Aber im Westen? Da wären die Feministinnen, die ihn manchmal ein bisschen Feiern, die Linkspartei, die mal drauf tippt, und leider auch die Gewerkschaften, die im Westen daraus so eine Art Mini-Kampftag gemacht haben. Vor allen letztere blamieren sich im Westen Deutschlands nach wie vor: „Was ist heute? Frauentag? Ach so …“.

Frauenthemen - inzwischen überflüssig und kontraproduktiv

Frauentag 2012 im Westen: Kaum Teilnehmer, aber eine nette Show
Frauenthemen taugen nicht mehr die Bohne, um Politik zu machen. Die Quotendiskussion, von wo sie auch immer ausgelöst wird, ist wirtschaftlich und kulturell kontraproduktiv. Nicht, weil es um Frauen geht, sondern weil es um Quoten geht. Nachdem wir wenigstens in der Wirtschaft keine Katholiken- oder CDU-Quoten haben (sprich Religion- oder Parteiquoten) und man mit Quoten in der Politik inzwischen miese Erfahrungen gemacht hat, müssen wir von Frauenquoten das Schlimmste fürchten. Quote steht hier immer vor Frauen, nicht Frauen vor Quote – und am Ende wird die Rede von „Quotenfrauen“ sein – „Ach, sie haben die Stelle mit einer Quotenfrau besetzt“. Im Grundschulbereich gäbe es dann wohl den Quotenmann – wenn man denn einen Einzigen fände.

Und sonst, bitte schön? Wie „Frauen sind“ wie „Frauen ticken“ wie „weibliche Kommunikation“ stattfindet und ob Frauen nun bessere Eigenschaften haben als Männer – das alles gehört auf den Müll der Geschichte und nirgendwo sonst hin.

Paare machen die Welt aus - nicht "Frauen" oder "Männer"

Die Gesellschaftsordnung erwartet – und darf auch erwarten, dass sich dieses Geschlechter-Herumeiern endlich erübrigt. Frauen und Männer sind keine in sich geschlossenen, homogenen Gruppen, sondern sie sind DU und ICH und WIR BEIDE. Wer von ein paar Frauen, die er zufällig kennt, auf „die Frauen“ schließt, ist ein Depp – und die Frau, die aus ihren Männerbekanntschaften und ein paar Erzählungen von Freundinnen auf „die Männer“ schließt, ist eine Deppin.

Ach, ich lasse nichts Gutes am Frauentag? Doch – Frauen sind Freundinnen, Geliebte, Ehefrauen, Mütter, Schwester und Töchter – jede für sich ein Individuum, das Aufmerksamkeit verdient. Aber Frauen sind nicht einfach „Frauen“. Allein dies zu behaupten und auf die „Solidarität der Frauen“ zu setzen oder zu hoffen, ist eine Abwertung des Individuums.

Bild © 2012 by liebesverlag.de
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Die Welt der Liebe – verklärt, erklärt, verhunzt

Geschrieben von © Gebhard Roese •Donnerstag, 1. März 2012 • Kategorie: liebe an sich


Die Liebe ist, wie die meisten von uns schon einmal erfahren haben, letztendlich nicht erklärbar. Sie „flammt auf“, vernebelt unser Gehirn, macht uns sehnsüchtig bedürftig. Wer sie sucht, leidet, weil er große Hoffnungen auf sie setzt, wer sie findet, leidet auch, weil sie ihn in allen Varianten auszehrt, und wer sie verliert, fällt in ein tiefes Emotionsloch.

Dennoch – wir suchen die Liebe, wir durchleben die Liebe, und wir müssen zuweilen Trennungsschmerz ertragen. Die meisten Menschen wissen dies, leben damit, freuen sich daran, geraten in Euphorie darüber oder leiden irgendwann einmal darunter.

Was nützt es uns, wenn wir etwas darüber „wissen“? Was wissen wir denn überhaupt? Beispielsweise dann, wenn wir längst von unseren Hormonen, Botenstoffen oder was- auch-immer überwältigt wurden? Können wir dann mit unsrem Wissen noch etwas anfangen?

Nein, das können wir nicht. In den wenigen Momenten der Besinnung können wir zweifeln, sicherlich. Je nachdem, wie wir ansonsten „gestrickt“ sind, werden wir dem Zweifel nachgeben und uns schmerzvoll trennen, und durch die Zweifel durchlavieren oder aber sagen: „Augen zu und durch“.

Wir sind nun einmal Menschen. Wir können vernünftig handeln, wenn wir wollen, aber wir werden nicht ohne die Liebe auskommen können. Verstandesmenschen sind in der Regel etwas vorsichtiger mit der Auswahl, wenn es sie denn gibt. Doch Pardon, wenn Sie erwachsen sind: Wie viel Auswahl hatten sie eigentlich jeweils?

Die Liebe erklärt? Bespielt, besungen, beschreiben wird sie ja nun wahrhaftig genug, und sobald wir dies hören, sehen oder lesen wissen wir: Es sind Elemente der Liebe, ja sicher – aber was da plakativ durchlebt und durchlitten wird, ist nicht die Liebe selbst, sondern es sind ein paar Elemente, die wir zufälligerweise kennen. Ein paar wiedererkannte Elemente für das Ganze zu halten, ist nicht untypisch für uns Menschen, nicht wahr?

Doch was passiert neuerdings? Wissenschaftler versuchen, uns unsere Gefühle zu erklären. Sie behaupten, sie könnten sie erforschen, bewerten und noch mehr.

Ja, das können sie – in ihren Studierstuben. Doch was die Liebe für uns ist, dass wissen Sie nicht, und genauso wenig wissen sie, was sie selber erwartet, wenn die Liebe sie fest in ihren Klauen hält.

Viele haben schon versucht, die Liebe zu erklären. Wenn sie es behutsam tun, dann wollen wir gerne zuhören. Doch wenn sie Plakate aufhängen, den Zeigestock darauf richten und sagen: „Seht, so ist die Liebe“ – dann verzichten wir dankend. Die Liebe lassen wir uns nicht verhunzen. Nicht einmal von der Wissenschaft.
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was ist liebe

Was ist Liebe?
Die Liebe zu einer schönen Frau darstellen - nicht ganz einfach
Was ist diese Sache, die wie Liebe nennen? Fragen Sie Weise, Priester, Biologen oder Ärzte - und meinetwegen auch mal einen Psychologen. Die ehrlichste professionelle Antwort ist immer noch:

Generell lässt sich die Frage nicht beantworten, aber ich kann Ihnen die Sichtweise meiner Wissenschaft erläutern.


Je einfacher die Worte Ihres Gesprächspartners sind, umso ehrlicher ist normalerweise die Antwort, beispielsweise diese:

Ich weiß es nicht. Aber ich kann Ihnen sagen, wie ich sie erlebt habe.


Viele Menschen wollen nicht wissen, was Liebe wirklich ist

Liebe und alles, was damit zusammenhängt, kann nur derjenige in Worte bringen, der über die Macht des Wortes verfügt und tief in sich hineinsehen kann. Doch oft ist diese Art, die Liebe zu schildern, gar nicht gefragt, denn leider wollen die Menschen zweierlei:

1. Ultimative Antworten, die über den eigenen Erkenntnisstand hinausgehen. Sie sind sich unsicher, ob ihr Handeln und Unterlassen „gut für sie ist“.
2. Romantische Geschichten, die die Liebe verherrlichen, statt ihre Höhen und Tiefen nachvollziehbar zu machen. Davon lebt die gesamte Unterhaltungsbranche, vom Schlagertext über den Groschenroman bis hin zum preisgekrönten Bestseller-Liebesroman.

Das Ziel der Liebeszeitung: Sie gut zu informieren

Ich habe mir zum Ziel gesetzt, die Liebe in all ihren Variationen zu schildern und schildern zu lassen, und zu versuchen, dabei so gut wie möglich die wenigen glaubwürdigen Erkenntnisse der Wissenschaft zu berücksichtigen. Dennoch kann ich Ihnen nicht ersparen, Ihren eigenen Weg zu gehen, der zur Liebe führt. Liebe ist eine der wenigen menschlichen Regungen, die sich jeder Beurteilung durch andere entziehen. Wir lernen Sie für uns, wir teilen sie mit andren, wir leben mit der Erfahrung, die Sie uns schenken, und die wir an andere weitergeben können. Liebe ist ein Kommunikationsprozess. Wir lernen sie, indem wir sie erproben. Dieses Einüben mit Versuch und Irrtum nimmt uns niemand im Leben ab.

Sie wollen wissen, was Liebe ist? Erfahren Sie die Liebe in verschiedenen Situationen und mit unterschiedlichen Menschen, bevor Sie sich festlegen, was für Sie (und nur für Sie) Liebe ist.

Das Foto wird unter dem uneingeschränkten © 2012 vom liebesverlag.de veröffentlicht
Lesen Sie zum Wahrheitsgehalt des Internets auch meinen Artikel: Warum die Unwahrheit siegt.


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