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 Liebeszeitung - eine Zeitung für die Liebe, die Lust und die Leidenschaft

Keine Worte für die sexuelle Lust

Der genüssliche Biss in den Apfel
Einst verloren junge Damen ihre Unschuld, wenn sie sich vor der Ehe „in biblischer Weise“ mit einem Mann einließen. Manchmal folgte diesem Satz noch ein „an“, dann wurde der Name genannt, an den sie die Unschuld verlor.

Die Unschuld und die Unbescholtenheit

Was die Damen eigentlich verloren hatten, war keine Unschuld. Durch Geschlechtsverkehr in den Zustand der „Schuld“ zu geraten, ist eine Interpretation der Genesis. Konkret: Vor dieser Sache mit der Schlange lebten Frau und Mann in Unschuld, doch dann machte sich Eva wegen dieser Obstaffäre schuldig, und später dann auch Adam. Die Sache flog auf, und im Ergebnis „erkannten sie, dass sie nackt waren.“ Und das, so folgerten die Gelehrten, hätte nun die Erbsünde komplett gemacht. Und weil sie sehr spitzfindig waren, verknoteten sie eben die Erbsünde mit dem Geschlechtsverkehr - und so wurde festgelegt, dass eine Dame nach dem ersten Geschlechtsverkehr ihre Unschuld verloren habe, während sie zuvor eben „unbescholten“ war. Die „unbescholtene Verlobte“ lebte noch lange in den Gesetzbüchern, und falls sie dem zukünftigen Gatten vorzeitig die „Beiwohnung“ gestattet hatte, konnte sie eine Entschädigung in Geld verlangen, falls der Mann auf den Gedanken käme, das Verlöbnis zu lösen.

Der Ausdruck „Unschuld“ ist nahezu völlig verschwunden, und das ist gut so.

Indessen wäre die Frage: Wie drücken wir uns heute aus?

Das erste Mal - was ist denn das nun wieder?

Eva scheint nicht glücklich zu sein über ihre Entscheidung

Was einst als Verlust der Unschuld dramatisiert wurde, heißt heute „das erste Mal“. Die Aussagekraft ist mager, denn unter den vielen Formen sexueller Begegnungen wird dabei nach „Volkes Meinung“ nur eine abgedeckt: Wenn ein Penis in eine Vagina eingeführt wird und dabei eine Ejakulation stattfindet.

Adam voller Lust und Wonne
Im Grunde reden wie immer noch „um den heißen Brei herum“, besonders, wenn es um das Schreiben geht. Intimkontakte, Intimpartner und Intimverkehr - alles Wörter, die alles und nichts bedeuten können. Nutzen wir andere Ausdrücke, so wird uns vorgeworfen, wie würden „unter die Gürtellinie“ gehen.

Sprachlos und verschämt, vor allem, wenn es "heikel" wird

Und so stehen wir da - sprachlos. Das gilt schon, wenn jemand das tut, was allgemein als „Vögeln“ bezeichnet wird. Der älteste aller Ausdrücke für die Begegnung, die neuerdings als „PiV“ abgekürzt wird. Wer sich weiter vorwagt, und beispielsweise „Queening“, „Spitroasting“ oder „Facesitting“ zu erklären versucht, kommt in Bedrängnis. Klar ist das etwas, das die feine Dame als „degoutant“ bezeichnen würde. Aber auch manche feine Dame will wissen, was in den Köpfen der anderen vor sich geht - oftmals, weil sie diesen Teil der Sexualität lieber delegiert als praktiziert. Ach - schon wieder eine Umschreibung. Gemeint ist, dass sie ihre „schmutzigen Gedanken“ lieber anderen zuweist, um sich dann über sie zu empören.

Es bliebt also beim „Stammeln“, Verhüllen und Verschleiern. Jedenfalls in der Öffentlichkeit.

Hinweis: Die Bilder zeigen die entsprechenden Szenen aus der Genesis aus der Sicht eines afrikanischen Künstlers.

Der Verlust der Unschuld

Der Satz ist so altbacken, wie er gemeint ist. Die Inspiration soll den „Gefährlichen Liebschaften“ entstammen, die uns als „Les Liaisons Dangereuses“ als Roman bekannt sind - oder eben aus den gleichnamigen Verfilmungen. Es geht um zwei Verführungen, also um höchst skandalöse Themen, zumal eine der Damen jung und naiv, die andere verheiratet und betont tugendhaft ist.

Der Geist einer vergangene Zeit

Der Verlust der Unschuld - Beispiel aus dem Fotoshooting
Der Geist der Zeit wurde nun erneut wachgerufen - durch die Zusammenarbeit der Berliner Fotografin/Art Direktorin Tina Dubrovsky und des Designers Alexander Michael Arnold. Entstanden sind Bilder voller Sinnlichkeit, Wollust und morbidem Charme, geradezu so, als wäre keine Sekunde seit damals vergangen. Abgesehen von einem modischen „Ballgag“, der uns zusammen mit einer Rose symbolisch in die neue Zeit und ihre sinnlichen Verwerfungen führt.

Veröffentlicht wurden die Bilder von der „Sticks and Stones“-Agentur, das Copyright (© 2021) liegt bei den Fotografen und Initiatoren. Wer dabei mitwirkte, lest ihr am besten selbst auf der Webseite.

Die üblichen erotischen Fantasien - und die weniger üblichen

Sind Fantasien über Nacktheit noch populär?
Das, worüber wir fantasieren, ist das, was wir nicht haben. Das lässt sich weiter ausführen, indem wir sagen: Wir fantasieren über erotische Erlebnisse, die uns innerlich bedrängen, die wir aber im wahren Leben nicht verwirklichen können. Teils sind es Fantasien, die uns zugleich befremden und erregen, und zu einem anderen solche, die uns soweit „ins Abseits“ stellen würden, dass uns selbst wohlmeinende Freunde meiden würden.

Was wissen wir über die geheimen Lüste?

Zunächst wissen wir heute, dass die Fantasien von Frauen und Männern durchaus ähnlich sind. Der Unterschied besteht vor allem darin, dass die Lüste der Männer breiter gefächert sind als jene der Frauen. Sodann ergibt sich, dass Frauen viel häufiger über aktive Dominanz fantasierten als angenommen, während Männer sich häufiger in der Rolle der Unterwerfung sahen, als erwartet wurde.

Eine Beobachtung der Forscher folgend, rechneten Frauen aber nicht damit, dass sie ihre Fantasien in die Tat umsetzen würden. Die Männer hingegen suchten zumindest nach Wegen, einige ihrer Wünsche zu verwirklichen.

Kuscheln und Lüste mit Vanillesoße

Welche Fantasien sind wirklich häufig wie Gänseblümchen? Beginnen wir einmal mit den Vanille-Erfahrungen: Blümchensex mit einem vorhandenen Partner oder einem Fremden. Die Befragten schwankten dabei zwar zwischen Kuschelromantik und Abenteuer, doch letztlich ergab sich eine Mehrheit für die Romantik, gefolgt vom Abenteuer mit Fremden und der Lust an gegenseitiger Masturbation. Die Antworten von Frauen und Männer lagen dabei in einem Bereich von „mehr als zwei Drittel“ bis hin zu 90 Prozent.

Mundverkehr – keine Einbahnstraße

Orale Fantasien sind orale Verlockungen
Eine der Überraschungen ergab sich bei der Abfrage von oralen Kontakten, sei es Cunnilingus und Fellatio in der Kombination oder separat. Generell fantasierten Frauen wie auch Männer darüber häufig. Beim gemeinsamen Genuss von Oralkontakten waren es über 75 Prozent, während nahezu 80 Prozent angaben, in ihren Träumen Cunnilingus zu geben. Davon, Fellatio zu geben, träumten immerhin noch fast drei Viertel der Frauen. Männer, die in ihren Fantasien Fellatio gaben und Frauen, die den Cunnilingus aktiv vollziehen wollten, landeten immerhin noch im Bereich zwischen einem Viertel und einem Drittel.

Haremsgedanken und Damenwahl

Was sich bei Oralkontakten zeigte, wiederholte sich bei den Triolen und Orgien. Die Männer führten dabei mit 84 Prozent, soweit nach „Triolen mit zwei Frauen“ gefragt wurden, und sie folgten auch dem Prinzip: „Je größer der Harem, umso mehr will ich der Pascha“ sein (75 Prozent). Doch bereits, wenn man Männer befragte, ob sie in der Fantasie an einer gemischten Gruppe mit mehr als drei Personen teilnehmen würden, sackte der Anteil auf 16 Prozent. Die Frauen dachten ganz anders. Mehr als die Hälfte fand diese Fantasie erregend – der Grund dafür könnte sein, dass es für Frauen attraktiv ist, aus einer Gruppe von Männern wählen zu können.

Lechzen nach Unterwerfung und roten Gesäßen

Sinnliche Dominanz ist ausgesprochen häufig in der Fantasie

Ein Anzeichen für den Wandel der Geschlechterrollen sahen viele Beobachter in den Zahlen, die man über Domination und Submission gewinnen konnte. Sowohl Frauen wie auch Männer erregte die Fantasie, Macht über ihre Partner(innen) auszuüben, und auch die Lust, diese Macht zu spüren, lag bei beiden Geschlechtern über 50 Prozent. Dabei waren durchaus unterschiedliche Empfindungen im Spiel, zum Beispiel wurden passive Fesselungsgelüste häufiger genannt als aktive. Und mit Schlägen nach Art des Herrn Grey und der Frau Anastasia konnten sich deutlich weniger Frauen und Männern anfreunden. Immerhin lagen die Zahlen auch hier noch im Bereich von einem Drittel der Befragten. Hier zeigten sich auch deutlichere Unterschiede zwischen Frauen und Männern: Davon, Frauen zu züchtigen, träumten fast 44 Prozent der Männer, aber nur etwa 24 Prozent der Frauen erregten sich in der Fantasie dadurch, Männer zu züchtigen.

Auf der anderen Seite des Zauns

Das gleiche Geschlecht - sanfte Realität, heftige Fantasie
Aus verschiedenen Studien geht inzwischen hervor, dass die Lust am eignen Geschlecht verbreiteter ist, als man zuvor annahm. Zumindest für Frauen wurde dies wissenschaftlich erhärtet, sodass es kaum verwundet, wovon Frauen träumen. Mehr als ein Drittel der Befragten Frauen grasen in ihren Fantasien auf der anderen Seite des Zauns. Männer sind zurückhaltender, aber unter den 20 Prozent, die entsprechende Gelüst zugaben, waren sicherlich auch heterosexuelle Männer.

Und alles andere?

Einige der sinnlichen Träume, zum Beispiel, Menschen nackt zu sehen, oder sich anderen nackt zu zeigen, haben wir ignoriert. Zudem fanden wir zu wenig eindeutige Daten über anale Lüste heterosexueller Frauen und Männer. Fetische oder fetischistische Aktivitäten waren für meine Begriffe nicht ausreichend spezifiziert, ebenso wie die unterschiedlichen Arten der erotischen Unterwerfung. Wir fanden, dass erotische Flexibilität offenbar in den Träumen zunimmt, während sie in der Realität weitgehend geleugnet oder aus sozialen Gründen nicht praktiziert wird.

Findet ihr euch in diesen Träumen wieder?

Um sich dessen bewusst zu werden, ist nötig, gewisse Schranken des Alltagsdenkens zu durchbrechen. Was vorstellbar ist, offenbart sich nur für diejenigen, die sich in eine Situation vertiefen könnte, nicht für diejenigen, die an der Oberfläche ihrer Gedankensuppe Buchstaben zu finden hoffen. Und in diesem Sinne: Taucht ruhig einmal ab in eure Traumwelten, so wie Millionen andere Menschen auch.

Quellen: Wir nutzen mehrere Quellen. Einige befinden sich in im Archiv der Liebeszeitung - sie gelten als besonders zuverlässig. Andere finden sich in der Fachliteratur und in psychologischen Zeitschriften, zum Beispiel in "Psychology Today" Auch populärwissenschaftliche Publikationen wie diese sind gelegentlich hilfreich.

Gedanken zur Wahrheit erotischer Schilderungen

Erotische Texte - Chance für die Toleranz oder Pornografie?
Die meisten Menschen fragen sich, warum etwas „so ist“. Leider tun sie dies, bevor sie sich jemals damit beschäftigen, wie es ist. Und sie verzichten ebenso darauf, danach zu fragen, wie es sich auswirkt, was da geschieht.

Vom Ekel zur Lust - der Weg zum sinnlichen Vergnügen

Dieser Satz lässt sich auf fast alle Absichten und Gefühle anwenden. Auch auf die Sinneslüste. Vielleicht erinnert ihr euch, dass ihr einen Zungenkuss für „eklig“ gehalten habt, bevor ihr festgestellt hat, welche Wonnen ihr dabei genießen konntet. Mancher von uns spürte die Abscheu vor einem sinnlichen Oralkontakt, bevor er/sie ihn selbst erleben oder seine Wirkung auf andere beobachten konnte. Sogar so etwas Natürliches und Wundervolles wie eine Penetration, eine Ejakulation oder ein Orgasmus werden oft nur verbal abgehakt, obwohl unser Körper darüber in ekstatische Zuckungen verfällt. Der Fluss der Gefühle, der stetig durch den Körper rauscht, bleibt weitgehend unerwähnt. Es gilt nicht als „fein“, darüber zu sprechen.

Erotische Literatur zwischen Pornografie und gefühlten Fakten

Wie im Alltag, so ist es auch in der Literatur. Nur selten wird beschrieben, wie der Atem, die Berührung mit den Fingerspitzen, den Brustwarzen oder der Zunge auf die Haut wirkt. Ebenso wenig wird deutlich, was saugende Lippen, sanft zubeißende Zähne und scharfe Fingernägel bewirken, obgleich die Nervenenden dabei zu tanzen beginnen. Wir lesen viel zu wenig davon, wie sich Furcht mit Lust vermischt und dabei diese wundersame Erregung erzeugen, die unsere Psyche in einen Zwiespalt drängt. Und dabei sind wir noch nicht einmal bei dem Punkt angekommen an dem wir uns einfach der Lust hinzugeben, ohne noch irgendetwas zu denken.

Die Sorgen der Autorinnen und Autoren

In den meisten Fällen ist es die Furcht der Schreibenden, die sie davon abhält, die sinnlichen Vorgänge plastisch zu schildern. Wenn wir minutiös beschreiben würden, wie der Penis des Liebhabers beschaffen ist und wie die Geliebte sein Eindringen empfindet, würden wir verdächtigt, Pornografie zu schreiben. Tun wir es hingegen nicht, dann werden wir gerügt, weil wie „nichts als sexuelle Handlungen“ aneinanderreihen: Fellatio, Penetration, Ejakulation. Wir könnten uns im Grunde sparen, solche Dinge überhaupt zu erwähnen. Weiß nicht jede Frau, wie ein Penis in sie eindringt? Und ist nicht von vornherein klar, dass die Sache nur ein paar Minuten dauert? Was gäbe es da wohl zu beschreiben? Nun, ich denke, dass viel von euch recht dankbar wären, wenn die Autoren erotischer Schriften sich die Mühe machen würden, diesen „wenigen Minuten“ wenigstens drei oder vier Seiten zu widmen.

Die Grenzgebiet der Lust - nein, wir leben nicht dort

Eine andere Erfahrung, die jeder Autor einmal macht, ist sich auf Grenzgebiete zu begeben, von denen er nichts viel weiß. Einerseits fürchtet er, die Gefühle jener zu missachten, die in diesen Gebieten zu Hause sind. Andererseits bleibt kaum jemandem die gegenteilige Erfahrung erspart. Denn weil wir etwas über das Grenzland schreiben, wird angenommen, dass wir darin leben.

Typische Themen dieser Art sind harsche Flagellationen, heftige Schmerzerlebnisse, sexuelle Unterwerfungen und homoerotische Szenen. Es gibt durchaus Menschen, die bezweifeln, dass heterosexuelle Frauen glaubwürdige Geschichten über schwule Männer schreiben können und umgekehrt. Und nicht nur das: Behauptet wird, Männer könnten überhaupt nicht glaubwürdig beschreiben, was irgendeine Frau empfindet, gleich, ob hetero- oder homosexuell.

Wir lernen, uns in unsere Figuren hineinzuversetzen

Es ist eine völlig absurde Welt, in der all dies behauptet wird. Schreibende Menschen versuchen, sich in Körper, Geist und Psyche ihrer Figuren hineinzuversetzen. Es sind nicht einfach „ihre Geschöpfe“, die wie Marionetten an ihren Fingern kleben. Vielmehr führen die Figuren ein Eigenleben, das sich von Satz zu Satz immer deutlicher zeigt.

Ich will dies noch etwas verdeutlichen: Ein Mann muss weder ein Kleid noch Strapse getragen haben, um zu beschreiben, wie eine Person feminisiert wird. Es reicht völlig, wenn er sich in die Situation hineinversetzt. Entsprechendes gilt für männliche wie weibliche Autoren, die niemals Fellatio ausgeübt hat – auch dabei reicht es wirklich, sich vorzustellen, wie es sich anfühlen und schmecken würde.

Befremdet euch das, was ich hier schildere?

Bei alldem, was ich hier schreibe, spüre ich, wie Einige von euch reagieren könnten. Befremdet und schockiert lest ihr, wie das Unsägliche in Worte gefasst werden könnte. Ihr fürchtet, dass sich Fantasien entfesseln könnten und wie widerwärtig es für euch wäre, wenn ihr es lesen müsstet.

Oh – ihr müsst es nicht lesen. Nur solltet ihr wirklich wissen, wie etwas Sexuelles vor sich geht, bevor ihr es ablehnt oder gar verurteilt.

Die Woche: Lust ohne Scham, Gefühle ohne Geschlecht sowie Bettqualitäten

Etwas blieb ich euch schuldig: eine genauere, detaillierte und dennoch nicht abschreckende Beschreibung zum „Facesitting“. Wie bei allen Schilderungen, bemühen wir uns stets, einen Schulterschluss zwischen Tatsachen und Empfindungen zu beschreiben. Dabei legen wir vor allem Wert darauf, weder die Nachfrager noch die Anbieter solcher Lüste zu diffamieren. Das Leben ist, wie es ist, und die Ursachen der absonderlichen Wünsche liegen in den Tiefen der Gehirne.

Die Schmerzlust ohne Schnörkel

Auch, wer die Ursachen seiner Sehnsüchte nicht wissen will, stößt gelegentlich auf Behauptungen. Von Krafft-Ebing über Freud bis hin zu angeblich „objektiven“ Forschungen: Das Gebiet der Schmerzlust wurde niemals ergründet. Wer sie erspürt, leidet entweder daran oder vergnügt sich dabei. Nur in diesem einen Punkt scheiden sich die Geister.

Wenn Lüste geschlechtlos werden

Ich persönlich meide ein neues Wort, das „binär“ heißt und nichts mit Bits und Bytes zu tun hat. Dennoch wird dieser Begriff immer wichtiger, weil er oft mit dem Wort „heteronormativ“ in Zusammenhang gebracht wird. Doch sehen wir die Geschlechter wirklich „binär“? Sind wir wirklich in allen unseren Lustäußerungen und deren Befriedigung festgelegt? Und hat das Ganze wirklich etwas mit Homo- oder Heterosexualität zu tun? Ich plädiere für „Nein“. Wir sind alle sexuell, und wir fühlen alle, was uns erregt und was nicht. Was wir wirklich tun sollten, ist einfach: die Gefühle in den Vordergrund zu stellen und nicht ständig darüber zu rätseln, ob wir sie als „männlich“ oder „weiblich“ einordnen.

Körper, Sinnlichkeit und Schamgefühl

Überhaupt hat das Vergnügen, das wir aus körperlichen Kontakten ziehen, etwas damit zu tun, ob wir sie „annehmen“ oder „hinnehmen“. Und diejenigen die sie lediglich „hinnehmen“, finden recht wenig Vergnügen daran. Also fragen wir mal „schämst du dich deiner Lüste“? Der Artikel stellt viele Fragen, gibt aber auch Antworten.

Wie ist es, "gut im Bett" zu sein?

Wir haben uns geschworen, Neuland zu betreten und unsere Füße dem Schlick „sozialer Netzwerke“ zu. Dort geht es oftmals noch um die Konkurrenz der Weiblichkeit: schöner, schlanker, modischer und attraktiver zu wirken, zum Beispiel. Und auch dies ist wieder en vogue: Gut im Bett zu sein. Zunächst habe ich bezweifelt, dass sich dieses Thema wirklich für die „Liebeszeitung“ eignet. Aber – es ist tatsächlich populär. Wozu der „Vorsprung im Bett“ allerdings wirklich nützt – das wissen wir immer noch nicht.

Klare Worte an Partnersuchende

Das Thema „Dating“ ist wirklich aufgebraucht, seit es in Blogs, sozialen Netzwerken, dreisten Ratgeberbüchern und Fernsehsendungen verschlissen wurde. Ich sag es mal mit der nötigen Schärfe: Partnersuche ist immer ein Risiko, und wer nicht bereit ist, es zu tragen, der soll es bitte schön bleiben lassen.

Und ... ab ins Wochenende

Ich hoffe, euch gefällt das Neue, das wir diese Woche in die Liebeszeitung verpflanzt haben. Und ich wünsche euch, dass ihr bald Gelegenheit haben werdet, Glück und Wonne zu gewinnen oder zu erneuern.