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 Liebeszeitung - Liebe, Beziehungen und viel mehr.

Die Kinderfrage und das erste Date

Die Kinderfrage und das Date - was sie bedeutet und wann du sie stellen solltest

Um es mal klar zu sagen: Menschen, die man anhand irgendwelcher Kriterien zusammengewürfelt hat, sollten sich erst einmal genau kennenlernen. Dann was angeblich „matcht“, das matscht oft eher: Es gab „gute Gespräche“ über gar nichts. Und die Frage „willst du noch Kinder?“, ist dabei völlig vermessen.

Wenn das Thema Kinder heftig an die Tür klopft

Anders ist es bei den Menschen zwischen 30 und 35, bei denen das Thema heftig an die Tür klopft. Betroffen sind letztlich auch solche, die sich nach einer bestimmten Beziehungsform sehnen: bodenständig, festliche geschlossene Ehe, konservative Grundeinstellung, Familie obligatorisch.

Selber sicher sein - die Voraussetzung

Doch alldem geht etwas voraus – sich selbst klar zu werden. Die Kolumnistin Miriam Schell (1) meint dazu:

Ist die Kinderfrage für dich überhaupt schon richtig geklärt? Weißt du, ob du sicher mal Kinder bekommen möchtest, irgendwann vielleicht oder gar nicht? Auch Rahmenbedingungen (wie Karrierewunsch, ungefährer Zeitpunkt und Ähnliches) solltest du hier schon mal mitdenken.

Ehen verändern das Single-Dasein - und Kinder verändern Ehen

Nur wenige ledige Menschen wissen, in welcher Weise eine Beziehung oder gar eine Ehe das Lebenskonzept durcheinanderwirbeln kann. Das ist schlicht und einfache eine Tatsache. Sie kann zu einem großen emotionalen Gewinn führen, aber ein Teil wird auch zu Verlusten führen.

Kinder haben noch ein stärkeres Veränderungspotenzial – wenn du das bezweifelst, dann frage bitte Menschen, die zahlreiche Kinder großgezogen haben. Dabei geht es nicht um die Bewertung, sondern allein um die Fakten, die sich dadurch verändert haben – denn die sind vorhersehbar.

Traditionen und neue Wege

Wenn du dies alles für dich selbst geklärt hast, dann ist es Zeit, einen Partner oder eine Partnerin zu suchen, die auf der gleichen Linie liegt. Das erkennst du zum großen Teil an ihren Zukunftsplänen. Hat die Person kaum Vorstellungen, was sie selber will, ist der Ausgang unsicher. Alte Ehepaare sagen oft: „Dann heirateten wir und dann kamen die Kinder“. Diese Aussage dürfte etwa einer Person entsprechen, die kaum Zukunftspläne hat. Wenn die Person feste Zukunftspläne hat, die auch mit Kindern realisiert werden können, dann ist dies die richtige Person – solange du selbst flexibel bist. Der „Knackpunkt“ ist dabei die Frage des Wohnorts. Wenn du meist, dass du mit Kindern überall leben kannst (also nicht ausschließlich an deinem jetzigen Wohnort), dann streck die Hand nach dem anderen aus. Sollte die andere Person sehr an den Wohnort oder andere Traditionen gebunden sein, so überlege dir, ob du ein Teil davon werden willst.

Ich kann hier nicht alle wiedergeben, was ich in meinem Leben erfahren habe -und ich empfehle deshalb, die beiden unten aufgeführten Artikel zu lesen. Sie geben dir manche Hilfen für das erste Date – unter anderem eben auch zur „Kinderfrage“.

Eines kann ich absolut sicher beantworten: Das erste Date ist auf keinen Fall geeignet, die „Kinderfrage“ zu diskutieren. Vielmehr dient es dazu, sich gegenseitig mitzuteilen, wie man miteinander umgehen möchte und ob dabei eine Art von Zuneigung aufkommt.

Quellen und zum Weiterlessen

(1) Artikel der Kolumnistin aus "Familie.de".

(2) Artikel aus Desired mit der Meinung von Anna Wilitzki (Therapeutin).

Warum du manchmal besser auf dich selbst hörst ...

Warum du manchmal besser auf dich selbst hörst … und warum ich gelegentlich über Partnersuche schweige


Ich bin derzeit mit einem neuen Projekt beschäftigt, das sich mit dem Geben und Nehmen im Alltag beschäftigt. Dazu gehört zwar auch jede Form von „Beziehung“, aber eben nicht ausschließlich die Partnersuche, die inzwischen unter dem Begriff „Dating“ läuft.

Wer den Zustand der Partnersuche beurteilen will, sollte die Presse lesen. Entweder, sie redet dabei von „Generation Z“ oder sie übernimmt Beiträge von Autoren und Institutionen, die das „Pro und Contra“ des Online-Datings abbilden.

Ein Teil der Presse fällt dabei auf die Betreiber von Online-Dating-Seiten herein, ein anderer Teil verweist auf die von Gesundheitsorganisationen befeuerte Diskussion um das angebliche „Dating Blackout“.

Alle diese Themen sind völlig unbrauchbar, um die Wahrheit über Partnersuche und Partnerwahl herauszufinden. Dabei ist es gleichgültig, wie viel angebliche „Wissenschaft“ in den Artikeln zu finden ist oder was jüngst „enthüllt“ wurde.

Vergiss die Sprechblasen der Presse und Netzwerke - hör auf dich selbst

Wer an den großen Sprechblasen Freude hat, die ich täglich in der Presse vorfinde, der mag das tun. Aber im Grunde wäre nötig, sich selbst darüber klar zu werden, was jeder von uns aus Selbstsucht versäumt, wenn er (oder sie) keine Beziehung eingeht. Oder mal flapsig: Die Emotionskonten werden nicht gefüllt, wenn du „zu stolz“ bist, eine Beziehung einzugehen.

Gibt es wirklich eine "Dating-Krise"?

Die angebliche Dating-Krise ist ein Phänomen des Zeitgeistes – mehr nicht. Wer sich selbst realistisch sieht und den Austausch eigener Gefühle mit anderen versucht, hat in jedem Fall mehr Erfolg bei der Partnersuche. Und wenn du eine solche Person bist, dann wirst du kaum auf den Beschuss mit Meinungen hereinfallen, die über „soziale Netzwerke“ verbreitet werden.