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Braucht ein Paar eine „passende“ Intelligenz?

Es ist lange her, dass ich spaßeshalber am IQ-Test der „absoluten Eliten“ teilnahm – bei einer Online-Partnervermittlung (keiner deutschen, um dies vorauszuschicken). Nachdem ich den Test absolviert hatte, fiel ich nicht unter die glücklichen zwei Prozent, die zu den absoluten Intelligenzbestien gehörten. Wenig später bekam ich die Nachricht, ich solle doch bitte auch noch den Test auf „emotionale Intelligenz“ absolvieren. Offiziell wurde die Bedeutung gepriesen, doch inoffiziell war es wohl so, dass die Anzahl der gefundenen Mitglieder nicht ausreichte.

Die Inflation der Intelligenzbegriffe

Jener Test auf „emotionale Intelligenz“ wurde erst in den 1990er-Jahren entwickelt, und er löste eine Debatte über „Intelligenzformen“ aus. Flugs wurden noch ein paar draufgepackt – namentlich die „soziale Intelligenz“.

Im Grunde handelte es sich weder bei der „emotionalen“ noch bei der „sozialen“ Intelligenz nicht wirklich um „Intelligenz“, sondern um Fähigkeiten, Fertigkeiten und Veranlagungen, und „eigentlich“ wurden sie publik gemacht, um Neigungen für bestimmte Berufe festzulegen. Ob das, was für Berufe gilt, auch für Beziehungen zutrifft, ist allerdings mehr als fragwürdig.

Seither wird kräftig gewerkelt, um neue Intelligenzbegriffe zu propagieren. Zum bisherigen (und einzige authentischen) Intelligenzbegriff wurden weitere Begriffe hinzugefügt. Manche sind so fadenscheinig, dass jedem Laien auffallen müsste, dass es sich nicht um „Intelligenz“ handelt.

Die 10 "Neuen" Intelligenzbegriffe

Zum Hauptbegriff hinzugefügt werden, je nach Autor(in):

1. Emotionale Intelligenz.
2. Soziale Intelligenz.
3. Sprachliche Intelligenz.
4. Räumliche Intelligenz.
5. Musikalische Intelligenz.
6. Intelligenz des Bewegungssinns.
7. Interpersonelle Intelligenz.
8. Zwischenmenschliche Intelligenz.
9. „Naturalistische“ Intelligenz. (Beobachtungsfähigkeit)
10. „existenzielle“ Intelligenz.

Die meisten dieser Einstufungen stammen offensichtlich von dem Erziehungswissenschaftler Howard Earl Gardner. Wie bereits gesagt, ist die Einstufung im Wesentlichen darauf ausgerichtet, mit bestimmten Veranlagungen den richtigen Beruf zu wählen.

Kann Partnersuchenden ein Test auf „Intelligenzen“ dienen?

Vermutlich nicht. Wenn ihr euch nicht berufen fühlt, die nächste Generation von Eliten aufzuziehen, bringt nicht einmal der „hohe IQ“ etwas. Die schnöde Wahrheit ist: Wenn ihr von allem, was in den weiteren zehn Punkten steht, wenigstens ein klein wenig in eurer Erbmasse habt, und wenn ihr etwas damit anfangen könnt, dann ist alles gut.

Quelle der Aufstellung: simplypsychology.
Ein ähnlicher Artikel erschien auch bei "sehpferd".

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