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    <title>die liebeszeitung (Artikel mit Tag beratung)</title>
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    <pubDate>Thu, 02 Sep 2010 13:17:50 GMT</pubDate>

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        <title>RSS: die liebeszeitung - liebeszeitung online</title>
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    <title>Sichere und seriöse Partnersuche? Kein Problem!</title>
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            <category>dating und partnersuche</category>
    
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    <author>nospam@example.com (induna)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 500px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:736 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;623&quot;  src=&quot;http://liebeszeitung.de/uploads/sicheres_date.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;wie sicher ist das date mit ihr? niemand weiß es wirklich&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I letzter Zeit überbieten sich die Besserwisser im Internet mit Hinweisen auf den angeblichen „Lug und Trug“, der nach ihrer Ansicht insbesondere in Flirt- und Singlebösen um sich greift. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachleute aller Art sind darüber ganz anderer Meinung. Für sie ist der angebliche „Lug und Trug“ nur eine Brücke, um für das eigene Unternehmen zu werben, das „selbstverständlich ganz anders ist“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Methode wird nicht nur von Neugründern benutzt, die mithilfe von PR-Strategen das Blaue vom Himmel herunteholen, sondern auch von sozialen Netzwerken, die blauäugig mit vermeintlichen „Freunden“ werben, und von Dienstleistern, die angeblich wissen wollen, wie „sicher“ ein Date ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch wie seriös und sicher eine Flirt- oder Partnerbörse wirklich ist, wissen nur wenige anerkannte Fachleute – und wie sicher und seriös ein Datingpartner ist, weiß eigentlich niemand wirklich. Immerhin gibt es eine goldene Regel: Am sichersten sind Online-Partnervermittler, bei denen die Kunden ein relativ hohes Eintrittsgeld bezahlen müssen. Das alleine schützt schon vor den übelsten Arten von Datingbetrug. Allerdings – und auch dies sollte häufiger gesagt und geschrieben werden, schützt des nicht vor Selbstbetrug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„&lt;strong&gt;Die meisten der Menschen, die mir sagten, sie seine beim Internet-Dating „betrogen“ worden sind Opfer ihrer eigenen Illusionen geworden“&lt;/strong&gt;, sagte uns ein bekannter deutscher Datingexperte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell könne man nicht sagen, dass beim Dating tatsächlich betrogen würde, sagte er unserer Redaktion weiter, es handele sich überwiegend um „kleine Korrekturen“ an Profilen, die dann von der Presse hochgespielt würden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seriöse und sichere Agenturen finden Sie beispielsweise bei unseren Partnern „&lt;a href=&quot;http://www.singleboersen-vergleich.de/partnervermittlungen.htm&quot;&gt;Singlebösen-Vergleich&lt;/a&gt;“ und wenn sie persönlichen Rat brauchen, wie Sie sicher und seriös zum Date kommen können, dann fragen sie doch einfach die L&lt;a href=&quot;http://liebepur.com/archives/4919-Wir-haben-was-gegen-Zicken.html&quot;&gt;iebepur&lt;/a&gt;. Die telefonische Beratung ist kostenlos. Die Bedingungen finden Sie hier. Wenn der Zeitraum abgelaufen sein sollte, schreiben Sie bitte trotzdem. Man hat bei der Liebepur stets ein offenes Ohr für Ihre Probleme mit sicherem und seriösen Dating.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild &amp;copy; 2010  by &lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/courtneybolton/4425926916/&quot;&gt;courtney bolton&lt;/a&gt; 
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    <pubDate>Thu, 02 Sep 2010 15:02:35 +0200</pubDate>
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    <category>beratung</category>
<category>date</category>
<category>dating</category>

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    <title>Liebe: Von der Verliebtheit bis zum Bett</title>
    <link>http://liebeszeitung.de/index.php?/archives/526-Liebe-Von-der-Verliebtheit-bis-zum-Bett.html</link>
            <category>liebe an sich</category>
    
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    <author>nospam@example.com (induna)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 500px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:697 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;336&quot;  src=&quot;http://liebeszeitung.de/uploads/mutter_natur_fordet.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;mutter natur vernebelt unser hirn -  unabhängig davon, wie wir liebe formulieren&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Liebe ist …&lt;/strong&gt;, ja, wie oft ist diese Frage eigentlich schon beantwortet worden? Ich sage euch mal was, was ihr nicht so oft hört: Liebe ist eine gewaltige Herausforderung, weil Mutter Natur euch betrügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun kann man Mutter Natur nicht anfeinden: Der Betrug ist fest in das Wesen der Geschöpfe der Natur eingebaut: Körpereigene Drogen sollen das Gehirn eine Weile vernebeln, und diese Zeit hatte die Natur sich eigentlich ausgedacht, um uns von jeder Vernunft abzubringen und Fortpflanzungsrituale durchzuführen. Nun ist das menschliche Hirn komplexer und zudem von kulturbedingten Einflüssen durchtränkt. Das führt dazu, dass wir Menschen Wahnphasen haben, die wir „verliebt sein“ nennen. Wenn man sich verliebt, verliebt man sich vor allem in sich selbst – oder in die Vorstellung, zu lieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1962 geborene Paarberaterin Barbara Biemer (pro familia) sagte dazu im Juli 2010 &lt;a href=&quot;http://www.mainpost.de/nachrichten/journal/journal/mp/ju/Die-Herausforderungen-der-Liebe;art34602,5671225&quot;&gt;gegenüber der „Mainpost“&lt;/a&gt;: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;«Liebe ist ein Gefühl, das ständig in Bewegung ist. Zuerst verliebt man sich. Im Verliebtsein ist man mehr auf sich bezogen als auf den anderen. Das ist ein eigenes Gefühl, das durch den anderen angesprochen wird.»&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Schweben auf &quot;Wolke Sieben&quot; und anderer Kitsch &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schweben auf „Wolke Sieben“ wird gesellschaftlich durchaus unterstützt: Von der romantischen Liebe bis zum romantischen Kitsch beruht alles zunächst auf dem Gefühl, dass Liebe „schrecklich schön“ ist.  In früheren Zeiten musste das Gefühl sogar behauptet werden, auch wenn es gar nicht vorhanden war – in all den arrangierten Ehen und bei den  per Mitgift verhökerten Töchtern musste seitens der jungen Frauen stets behauptet werden, „romantisch verliebt“ zu sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Kribbeln im Bauch? Schmetterlinge? Nein: Lust auf Sex&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch heute wird viel Unfug über die Verliebtheit verbreitet: Das „Kribbeln im Bauch“, das bei vielen Dates angeblich entsteht, ist nichts anders als die aufkeimende Lust auf Geschlechtsverkehr. Die sogenannte „edle“ Partnersuche, die angeblich durch Partneragenturen gestützt wird, kann nicht verhindern, dass „Amor seine Pfeile“ eher zufällig verschießt – oder mit anderen Worten, dass die Natur ihr Recht verlangt und nicht mehr auf die lange Prozedur ausführlichen Kennenlernens warten will. Wie der Mensch damit umgeht, ist seien Sache – er kann seinen Trieben folgen oder sie zunächst einmal zu deckeln, um den Partner genauer unter die Lupe zu nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Keine Reue, bitte - aus Sex kann Liebe werden  &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wahn, wir haben es alle einmal gehört – ist kurz, die Reue ist lang. Freilich muss es einen nicht reuen, verliebt zu sein und diese Liebe auch gleich nach den Vorstellungen von Mutter Natur umzusetzen: Man sollte nur wissen, dass es dann eben keine Beziehung ist, sondern zunächst mal nur eine heftige Affäre – die übrigens auch zur Beziehung führen kann. Ein älterer Herr, der schon viele Dinge gesehen hatte und viele lebendige  Kontakte hat, sagte mir einmal: „Wenn die Männer erst mal mit einer Frau in die Kiste gehen, wird die automatisch schön für sie“ – was letztlich bedeutet, dass auch aus Sex noch Liebe werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ein Notausgang für die Liebe und das Ende des Tunnels &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für uns Menschen geht es darum, uns in den Tunnel der Liebe zu stürzen und sich ihrem Wahn zu unterwerfen, aber dennoch zu wissen, wo die Notausgänge sind. Das Ende der Tunnelfahrt müsste eigentlich im Licht enden, dort, wo man sich wieder ansehen kann und sagen: Du bis du und ich bin ich, und jetzt sind wie ein bisschen „wir“ geworden.  Doch die meisten von uns dürften Menschen kennen, die im Tunnel hängen bleiben – und zwar allein und in Tränen. Sie sollten die Notausgänge nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Besoffen sein von der Liebe? Ja, aber ...&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer Paarungen beobachtet, stellt immer wieder fest: Manche Menschen Lieben das Gefühl verliebt zu sein,  mehr als die Liebe selbst. Die Liebe an sich, also das Miteinander in liebender Verbundenheit, ist eine große Herausforderung, sie verlangt Kraft und menschliche Größe. Die haben nicht alle Menschen, und schon gar nicht, wenn sie jung sind. Es ist einfacher, sich der Verliebtheit hinzugeben und dabei auch den Körper in Ekstase zu bringen – so, wie es einfacher ist, sich einen Rausch anzutrinken als wirklich glücklich zu sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Guter Rat ist billig - aber nutzlos &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wem begegnen wir? Was werden wir dabei erleben? Werden wir uns verlieben? Wann gehen wir mit dem oder der „Neuen“ zu ersten Mal ins Bett? Das sind alles Fragen, für die kein Mensch eine vernünftige Prognose geben kann – und erst recht keinen verbindlichen Rat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der beste Tipp wäre noch der:&lt;strong&gt; Im Allgemeinen solltest du tun, was du verantworten kannst und dabei das bleiben, was du bist&lt;/strong&gt; (also zum Beispiel eine Dame) – und wenn dir danach ist: vergiss alles und gib dich ganz deiner Lust hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Titelfoto &amp;copy; 2009 by &lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/amadeusrecord/4121596812/&quot;&gt; amadeusrecord&lt;/a&gt; 
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    <pubDate>Fri, 30 Jul 2010 07:28:15 +0200</pubDate>
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    <category>abhängigkeit</category>
<category>beratung</category>
<category>date</category>
<category>frauen</category>
<category>sex</category>

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    <title>Warum du nur DU bist in der Liebe</title>
    <link>http://liebeszeitung.de/index.php?/archives/476-Warum-du-nur-DU-bist-in-der-Liebe.html</link>
            <category>liebe an sich</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 500px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:656 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;654&quot;  src=&quot;http://liebeszeitung.de/uploads/alsfraudefinieren.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;als frau definieren - nicht unbedingt empfehlenswert&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob in der Liebe, Liebe, der Lust oder der Leidenschaft, ob beim Sex oder einfach „im Leben“: &lt;strong&gt;Du bist nur DU und sonst niemand&lt;/strong&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls du jetzt sagst: „&lt;em&gt;Aber das ist doch selbstverständlich&lt;/em&gt;“, dann sollte ich dich vielleicht darüber informieren: Da draußen steht eine ganze Armada von Leuten, die dir vermitteln wollen: Du bist nicht DU – du bist vielmehr Mitglied einer Gruppe. (Falls Sie, liebe Leserinnen und Leser, über 30 sind: Das „Du“ hier ist nicht altersgebunden, sie dürfen also gerne weiterlesen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Niederträchtigste, was man uns Menschen antun kann, ist uns auf die&lt;strong&gt; Gruppe „Frauen“ oder „Männer“ zu reduzieren&lt;/strong&gt;. Wer denkt, das käme nur an Stammtischen bildungsferner Kreise vor, der irrt. Es gibt ganze Berge von Beratungsliteratur (oder sollte ich glich sagen: „Büchermüll“?), der sich an Frauen einerseits und Männer andererseits wendet, mit einem Ziel: Euch zu sagen, wie „Männer sind“ oder „Frauen sind“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Üblicherweise geht das so: Du suchst Rat, weil du dich ärgerst, dass dein Freund Kelvin nur in ein Lokal gehen muss, und die Frauenköpfe fliegen herum: „Was für ein Mann!“ Jener Kelvin bekommt Zettel mit Telefonnummern zugesteckt, und dann und wann schreibt eine Frau mit Lippenstift ihre Nummer auf die Windschutzscheibe seines Autos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So – und nun willst du werden wie Kelvin, nicht wahr?  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Buch, was du die nun vielleicht kaufst, wird drinstehen, dass du ein unvergleichlicher Verführer bist, da aber noch nicht weißt. Die wird erläutert, wie du deine Verführer-Persönlichkeit entwickelst, deine Psyche pfeilscharf auf die Eroberung von Frauen ausrichtest und was du strategisch alles dafür tun muisst, um sie &quot;&lt;a href=&quot;http://www.lechzen.de/Lexikon/Flachlegen&quot;&gt;flachzulegen&lt;/a&gt;&quot;. Du – das Individuum, der in Persönlichkeit gestählte, psychisch gewappnete und mit Kriegslist ausgestattete Mann, kannst nun „Frauen“ verführen – dazu war die Prozedur ja gedacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Lektüre bist du allerdings nicht wie Kelvin, aber das nur nebenbei. Kelvin ist Kelvin, und du bist du. „Die Frauen“ sind so fern wie zuvor, aber du versuchst es. Es kann sogar sein, dass du Erfolge hast – die eine oder andere wird dir nach ein Pulle Schampus an einem heißen Sommertag vielleicht die „kleine Erfrischung“ anbieten, die du suchst. Für den Buchautor ist der Beweis erbracht: Flachlegen funktioniert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wir kommen nicht als &quot;Frau&quot; und &quot;Mann&quot; zusammen - sondern als Persönlichkeiten&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wahrheit allerdings hat da ein Mann mit einer Frau geschlafen – und sonst gar nichts. Wenn du wirklich zufriedenstellende Kontakte im Leben willst, sei es für eine kurze Begegnung oder ein langes Leben, dann ist deine Partnerin nicht „die Frau“, sondern Karin, Jessica oder Anni. Diese Frau wird auch nicht an der Bar sitzen und darauf warten, dass du sie abschleppst. Sie wird irgendwo sein, wo du sie jetzt noch gar nicht vermutest, und  euer Kontakt wird über ein zunächst banales Gespräch zustande kommen – irgendwo. Dabei wird dann vielleicht Jessica herausfinden, dass deine Persönlichkeit zu ihren Wünschen für eine gemeinsame Zukunft passen könnte, und du wirst deinerseits Jessica als Person schätzen lernen – und natürlich werden ihr auch miteinander schlafen – aber nicht anonym als „Frau und Mann“ sondern als „Jessica und Peter“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist nur DU in der Liebe. Nur, wer sich selber kennt und um seinen Wert weiß, kann sich erfolgreich im Leben behaupten – sei es bei der Partnersuche oder im Beruf.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;System Schuhkarton: Einordnen in Liebesytpen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf lange Sicht lieben die Menschen die Eigenschaften in uns, und zwar die Kombination, die nur wir selbst in uns tragen, und wir lieben die Eigenschaften des anderen, ja, sogar seine kleinen Marotten. Kein erwachsener Mensch wird sich jemals von sich aus fragen, zu welchem „Beziehungstyp“ er gehört oder ob er eher für die Liebe eher zur Gruppe der „Abenteurer, Unternehmer, Diplomaten oder Webbereiter“ gehört, wie dies eine gewisse Dr. Helen Fisher unterstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je eher wir uns in der Liebe davon freimachen, selber zu einer „Gruppe“ zu gehören oder dem „Mitglied einer Gruppe“ gegenüberzutreten, umso eher werden wir Erfolge haben. Wenn wir uns nur als „Frauen“ und „Männer“ definieren, dann werden wir hingegen bestenfalls in einem Lotterbett landen. Es ist lange her, aber ich erinnere mich an ein Blind Date, das etwas angeschickert im Pavillon des Stuttgarter Schlossgartens endete. Ich gab der Dame angesichts ihrer unpassenden Persönlichkeit einen Korb, woraufhin sie sagte: „&lt;em&gt;Du meinst, wir passen nicht zusammen? Du, ich bin eine Frau und du bist ein Mann, da passen wir doch wunderbar zusammen&lt;/em&gt;“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So, liebe Leserinnen und Leser, kann man es natürlich auch sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teitelfoto &amp;copy; 2006 by &lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/nickstarr/211841139/&quot;&gt;Nick Star&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
 
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    <pubDate>Thu, 01 Jul 2010 08:41:57 +0200</pubDate>
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    <category>beratung</category>
<category>date</category>
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</item>
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    <title>Wie oft kann eigentlich ein Mann?</title>
    <link>http://liebeszeitung.de/index.php?/archives/475-Wie-oft-kann-eigentlich-ein-Mann.html</link>
            <category>liebe an sich</category>
    
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    <author>nospam@example.com (induna)</author>
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    &lt;!-- s9ymdb:655 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;351&quot; style=&quot;border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; src=&quot;http://liebeszeitung.de/uploads/mannkann.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kein Problem beschäftigt Männer so oft wie die Frage, ob ihre Manneskraft ausreicht, um eine Frau „wirklich zu befriedigen“. Ob es dabei allerdings wirklich um die Frau geht, ist höchst zweifelhaft, denn zumeist spielen gerade junge Männer mit ihrer Sexualität eher ein bisschen herum – und die Frauen machen mit, weil sie es als sportive Herausforderung ansehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Frage, wie oft der Mann kann, wird demnach sehr häufig gestellt – und durchaus &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Geschlechtsakt#H.C3.A4ufigkeit_und_Dauer&quot;&gt;ausweichend beantwortet&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Die Bandbreite liegt zwischen mehrmals pro Tag und nie.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Antwort ist verständlicherweise unbefriedigend, und so fragen Dutzende von Menschen in allen verfügbaren Foren des Internets: „Wie oft kann der Mann“, wobei die Mehrzahl der Fragesteller der Jugend zuzurechnen sein dürfte: Die jungen Leute sind gewohnt, sich in der Schule und im Sport an den Leistungen anderer zu messen und halten die Koitushäufigkeit für ein wichtiges Merkmal ihrer Persönlichkeit, und das klingt dann etwa so:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„&lt;em&gt;Ich wüsste gerne, wie oft Männer im Durchschnitt können, weil meine neue Freundin behauptet, mit ihrem ehemaligen Freund hätte sie es neun Mal die Nacht gemacht&lt;/em&gt;.“   Da nützt es unsrem armen Jüngling natürlich nichts, wenn er die Auskunft bekommt „zwischen mehrmals am Tag und nie“ – denn nun will er es auch „neun Mal“ schaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Näherung an die Zahl: ein bis drei Mal?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie hilft man sich, wenn man keine Zahlen hat? Am besten mit Erfahrungswerten. Dazu sollte man sagen, dass es beim Mann ja immerhin drei Phasen gibt, die den Sex ausmachen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Eine Phase des Umbaus des Lustgefühls in einen „steifen Penis“&lt;br /&gt;
-	Eine zweite Phase der Ausübung des Sexualakts an sich&lt;br /&gt;
-	Eine dritte Phase des Orgasmus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daran schließt sich üblicherweise eine Phase der Ruhe an, die allerdings auch dazu genutzt werden kann, den Mann wieder „hochzubringen“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den meisten Männern sind diese drei Phasen genug – sie streben nicht nach einer Wiederholung. Dies ist auch verständlich, weil keine biologische Notwendigkeit besteht, die Frau mehrfach zu begatten.  Die meisten Frauen, die dem Mann noch ein wundervolles zweites oder gar drittes Mal gönnen wollen, wissen, dass sie ihre Partner nun erneut „verführen“ müssen, und zwar zumeist intensiver als beim ersten Mal.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus zahlreichen Schilderungen geht allerdings hervor, dass sich Männer spätestens nach dem dritten Samenerguss ausgelaugt fühlen und dann auch nicht mehr bereit sind, sich stimulieren zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Männer übertreiben - Frauen wissen es genauer: Meist zwei Mal&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer wissen will, wie oft „Männer können“, sollte niemals Männer befragen, denn sie neigen zu Übertreibungen. Wer sich einmal den Spaß macht, den männlichen Teil eins befreundeten Ehepaars zu fragen: „Wie oft habt ihr eigentlich noch Sex“ und dieselbe Frage dann an die Frau stellt, wird sein blaues Wunder erleben, wie groß die Bandbreite ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere ergiebige Quelle für zutreffende Antworten sind neben Gynäkologen, Urologen und Paarberatern auch die „Damen des Gewerbes“.  Sie wurden beispielsweise auf der Höhe der Diskussionen um sogenannte &lt;a href=&quot;http://www.lechzen.de/Lexikon/FlatRate&quot;&gt;Flatrate-Bordelle&lt;/a&gt;  gefragt, wie oft denn die Männer den Wunsch hätten, ein zweites oder drittes Mal den Pauschaltarif in Anspruch zu nehmen. Damals hieß es: „Die meisten können höchstens zwei Mal“. Ähnliche Erfahrungen hört man auch aus dem Kreis der Agentur-Damen, die oft für eine ganze Nacht „gebucht“ werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der Körper und seine Steuerung - komplizierte Zusammenhänge &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 200px&quot;&gt;&lt;iframe src=&quot;http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&amp;bc1=000000&amp;IS2=1&amp;bg1=FFFFFF&amp;fc1=000000&amp;lc1=0000FF&amp;t=sehpferd&amp;o=3&amp;p=8&amp;l=as1&amp;m=amazon&amp;f=ifr&amp;md=1M6ABJKN5YT3337HVA02&amp;asins=3871590991&quot; style=&quot;width:120px;height:240px;&quot; scrolling=&quot;no&quot; marginwidth=&quot;0&quot; marginheight=&quot;0&quot; frameborder=&quot;0&quot;&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;Ganz generell ist ja gerade der Geschlechtsakt eine der menschlichen Ausnahmesituationen: Mutter Natur hat ihn zur Erhaltung der Art erfunden, obwohl sie sich darüber klar sein musste, dass ihre Wesen während dieser Zeit schutzloser sind als üblich. Es geht also darum, die natürliche Vorsicht zunächst einmal zu betäuben, um die Sexualität für einige Minute in den Vordergrund zu stellen, aber nach dem vollzogenen Geschlechtsakt geht es ebenso wieder darum, die Aufmerksamkeit möglichst schnell wieder auf die Umgebung zu lenken. Dabei fallen zahllose komplizierte biochemische Prozesse an, die zunächst die Lust beschleunigen, um sie dann wieder abzudämpfen. Hinzu kommt noch die Tatsache, dass sich auch Sexualorgane hin und wieder regenerieren müssen – vor allem Hoden und Prostata werden außer dem Penis noch stark gefordert. Da die Organfunktionen selbst zu einem sehr geringen Anteil willentlich gesteuert werden können, ist der Mann drauf angewiesen, dass der nicht beeinflussbare Teil sein Gehirn die Biochemie klug einsetzt und dabei die Organfunktionen zuverlässig synchronisiert. Jeder Mann wird wissen, dass es dabei zu „Programmfehlern“ kommen kann, vor allem, wenn man sich selbst bei der körperlichen Liebe zu sehr unter Druck setzt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Punkt allerdings sind sich zumindest die meisten Ratgeber einig: Die Potenz wie auch die Fähigkeit, ohne größere Erholungsphasen (Refraktärphasen) in der Liebe auszukommen, ist in der Jugend am größten – und nimmt mit zunehmendem Lebensalter ab.  Dies mag wohl auch ein Grund dafür sein, warum junge Leute so häufig der Frage nach der „Frequenz“ stellen. &lt;br /&gt;
Später geht dann oft Qualität vor Quantität, und erst dann zeigt sich für die meisten Männer, wie wundervoll die Liebe sein kann.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Detaillierte medizinische Informationen über männliche Geschlechtsorgane und deren Funktion gibt &lt;a href=&quot;http://www.netdoktor.at/sex_partnerschaft/fakta/mann_anatomie.shtml&quot;&gt;Netdoktor.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Titelfoto: &amp;copy; 2006 by &lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/violet_carson/307727131/&quot;&gt;violet carson&lt;/a&gt; 
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    <pubDate>Wed, 30 Jun 2010 08:43:40 +0200</pubDate>
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    <category>beratung</category>
<category>frauen</category>
<category>orgasmus</category>
<category>sex</category>
<category>verführen</category>

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    <title>Frauen: Was bedeutete denn nun „nein“?</title>
    <link>http://liebeszeitung.de/index.php?/archives/474-Frauen-Was-bedeutete-denn-nun-nein.html</link>
            <category>liebe an sich</category>
    
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    <author>nospam@example.com (induna)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 500px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:653 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;375&quot;  src=&quot;http://liebeszeitung.de/uploads/darfcih.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;darf ich mit meiner zunge deine zahnsperre durchbrechen?&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen der 1950er Jahre lachten noch darüber: Da sang ein gewisser Fred Bertelmann, einer der angesagtesten Schnulzentroubadoure seiner Zeit diesen mehr als dümmlichen, sexistischen Text:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Sie sagt Nein, nein, nein, dabei meint sie „schön wär’s, sie sagt Nein, nein, nein, dabei meint sie „ja“.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Irrungen und Wirrungen in der Liebe – die Welt der 1950er Jahre&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das passte genau in die Zeit, als man den Männern Frauen einerseits als edle Lichtwesen verkaufte, andererseits aber an wenig mehr dachte, als sie unter Anwendung aller Mittel „flachzulegen“, wozu auch dieses bekannte Bonmot passt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Wenn ein Diplomat &quot;ja&quot; sagt, meint er &quot;vielleicht&quot;. Sagt er &quot;vielleicht&quot;, meint er &quot;Nein&quot;. Sagt er &quot;Nein&quot;, so ist es kein Diplomat. Wenn eine Dame &quot;nein&quot; sagt, meint sie &quot;vielleicht&quot;. Sagt sie &quot;vielleicht&quot;, dann meint sie &quot;ja&quot;. Wenn sie &quot;ja&quot; sagt, dann ist es keine Dame.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sich leicht vorstellen, welche verheerende Wirkung dies teilweise auf junge Männer hatte. „Ach, die sagt „Nein? – macht nichts, in Wirklichkeit will sie es ja“. Freilich war die Realität weniger plakativ, sondern schrecklich, denn die meisten jungen Männer waren damals noch so wenig aufgeklärt, dass sie gar nicht so genau wussten, nach was sie eigentlich „fragen“ sollten und deswegen schon gar keine Frage formulieren konnten, die mit „Nein“ zu beantworten gewesen wäre. Auf der anderen Seite hätten auch die meisten Mädchen jener Zeit kaum gewusst, was „so genau“ eigentlich von ihr erwartet worden wäre. Deswegen sagte das Mädchen „Nein“, wenn der Jüngling bereits an ihrer Bluse herumgrabbelte – „nein, ich mag das nicht“ war die übliche (und empfohlene) Formulierung. Für die jungen Männer war dies übrigens kein Hinderungsgrund, das Objekt „Frau“ weiter zu beforschen, zu betrommeln und schließlich zu verärgern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Jedes Mal fragen, bevor du sie küsst?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist somit kein Wunder, dass die Frauenbewegung der 1970er Jahre vor allem darauf drängte, dass ein „Nein“ auch tatsächlich ein „Nein“ ist – doch dabei schossen sie über das Ziel hinaus. Offenbar wussten die Frauen der damaligen Zeit wenig von weiblichen Flirtstrategien, menschlichen Kommunikationswegen schlechthin oder den „Spielen der Erwachsenen“, insbesondere in der Liebe.&lt;br /&gt;
So heißt es ein einem weitverbreiteten Text (Zitat verändert, um den Urheber zu schützen):&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Einmal dem Partner zugestimmt zu haben, dich zu umarmen oder zu küssen, ist kein Freibrief für die Kerle, immer weiter zu gehen. Sie müssen dich jedes Mal frage, wenn sie einen Schritt weitergehen wollen: immer wieder und jedes einzelne Mal.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wissen alle, die schon einmal geflirtet haben und sich dabei nähergekommen sind, dass die Kommunikation in der Liebe andere Wege sucht, als in Dialogen wie diesen, die dem gerade gelesenen Modell nachgeformt sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Darf ich dich jetzt auf die Lippen küssen?“ „Ich beabsichtige nun, mit meiner Zunge ihre Zahnsperre zu durchbrechen, wäre es dir recht?“ „Nunmehr möchte ich tiefer in deinen Mund eindringen und mit diener Zunge spielen, wärest du damit einverstanden?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe einmal einer jungen Frau die Geschichte erzählt, dass ich tatsächlich gefragt habe: „Darf sich Sie küssen?“ (ich durfte) – und die Dame, der ich diese Anekdote erzählte, hat schallend gelacht und dann geprustet: „Das hast du wirklich gefragt?“  Nachdem ich dies bejahte, sagte sie verächtlich: „Also wenn mich einer so fragen würde, der kann gleich in den Wind schießen“. &lt;br /&gt;
Was bedeutet denn nun „Nein“ – nicht nur bei Frauen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Nein ist tatsächlich NEIN, wenn es NEIN ist&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manchmal muss es wirklich heißen: „Nein ist NEIN – und keine Diskussion“.Der Rat, recht deutlich „nein“ zu sagen, wird vor allem sehr jungen Frauen gegeben, damit das „Nein“ von den Männern nicht noch argumentativ zerlegt werden kann – und dies soll mithilfe der Salamitaktik hin und wieder schon vorgekommen sein. Deswegen sagen die Beraterinnen dann auch: „Du brauchst weder ein „Nein“ noch ein „Ja“ zu begründen.“   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Nein kann heißen: Nicht jetzt, nicht hier &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich kann „nein“ aber auch heißen: „Nicht jetzt und nicht hier“. Auch eine vorschnelle oder ungünstig formuliere Frage kann ein „Nein“ auslösen, das nicht wirklich „Nein“ heißen sollte. Die berühmte Alternativfrage: „Gehen wir noch zu mir oder zu dir?“, sie ja hoch suggestiv ist, führt zum Beispiel zu einem „Nein“ nach dem Muster „Weder – noch“, wenn sie im falschen Moment gestellt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Nein kann eine Prüfung bedeuten: Wie wird er reagieren?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich kann das „Nein“ aber eben auch bedeuten: „Ich sage Nein, um zu prüfen, wie ernst es dir wirklich ist und ob du um mich kämpfen wirst – wenn du nach einem einzigen ‚Nein‘ von mir aufgibst, bist du mir zu weich gekocht“ – mit anderen Worten: Es heißt dann „Ich sage jetzt ‚Nein‘ und meine:, Versuch es um Himmels willen weiter, ich will mal sehen, wie viel Mühe du dir gibst‘.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Das hochemotionale „Nein“: die eigene Bereitschaft verhüllen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 300px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:654 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;300&quot; height=&quot;229&quot;  src=&quot;http://liebeszeitung.de/uploads/scheu_spielen.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;das spiel mit dem nein&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Wir das „Nein“ sehr impulsiv und emotional vorgetragen, so ist meist eine unterschwellige Zuneigung vorhanden, die aber verdeckt werden soll. Wenn eine Frau beispielsweise aufgebracht und mit hochrotem Kopf sagt: „Das kannst du dir aus dem Kopf schlagen“, dann wartet man besser einen Tag, um die Frage noch einmal zu stellen, denn sie hat es sich in diesen Fällen auch schon überlegt. Nur wollte sie hier und jetzt eben nicht „Ja“ sagen, denn sie war einfach nicht vorbereitet auf die Frage - oder die Sektgläser und Kondome einer vorausgegangene Liebesnacht waren noch nicht aufräumt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Was der Mann tun sollte, wenn die Frau „Nein“ sagt&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 200px&quot;&gt;&lt;iframe src=&quot;http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&amp;bc1=000000&amp;IS2=1&amp;bg1=FFFFFF&amp;fc1=000000&amp;lc1=0000FF&amp;t=sehpferd&amp;o=3&amp;p=8&amp;l=as1&amp;m=amazon&amp;f=ifr&amp;md=1M6ABJKN5YT3337HVA02&amp;asins=3596162238&quot; style=&quot;width:120px;height:240px;&quot; scrolling=&quot;no&quot; marginwidth=&quot;0&quot; marginheight=&quot;0&quot; frameborder=&quot;0&quot;&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;Eigentlich ist es für Männer ganz einfach: Sagt eine Frau „Nein“ zu einer Berührung, einer Liebesnacht oder einer Beziehung, dann empfiehlt sich, erst einmal über andere Dinge zu sprechen als über die sinnliche Lust, den Sex oder die mögliche Zukunft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagen wir es mal so: Falle der Mann beim Dessert die Frage gestellt hat, „gehen wir anschließend noch zu mir oder zu dir“ und die Dame gesagt hat: „Das schlag dir mal schnell aus dem Kopf“, dann darf man sie dennoch später fragen, ob sie eventuell noch in der kleinen Bar um die Ecke einen Cocktail oder ein Gläschen Sekt trinken würde. Es ist nicht völlig ausgeschlossen, dass sie nach einer Weile sagt: „um auf deinen Vorschlag zurückzukommen: „Wie wäre es, wenn du mit zu mir kommen würdest?“ Alles schon Mal da gewesen. Sie brauchte eben einfach Zeit, um ein bisschen nachzudenken – und sicher nicht darüber, ob es besser wäre, zu ihm oder zu ihr zu gehen, sondern ob sie wirklich bereit wäre, der Lust zu erliegen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens: Auch Männer sagen bisweilen „Nein“ – und die Reaktionen der Frauen sind dann oft nicht minder denkwürdig. Denn, was eine Frau selbstverständlich tun darf, nämlich „nein“ zu einer Betteinladung zu sagen, wird umgekehrt oft mit Verachtung quittiert. Aber davon vielleicht ein andermal.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Titelbild &amp;copy; 2007 by &lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/macronix/244133166/&quot;&gt;macronix&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Foto rechts &amp;copy; 2010 by &lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/ironink/4554660194/&quot;&gt;L,Ron&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
 
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    <pubDate>Tue, 29 Jun 2010 08:17:55 +0200</pubDate>
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    <category>beratung</category>
<category>frauen</category>
<category>sex</category>

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    <title>Liebe – Beziehung – Sex: Stimmt das Schema?</title>
    <link>http://liebeszeitung.de/index.php?/archives/465-Liebe-Beziehung-Sex-Stimmt-das-Schema.html</link>
            <category>liebe an sich</category>
    
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    <author>nospam@example.com (induna)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 500px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:640 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;500&quot;  src=&quot;http://liebeszeitung.de/uploads/lustaufwas.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;lust an sich - eine gute motivation?&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Moralisten aller Couleur würden die Sache mit der Liebe gerne so sehen: Erst lernt man, einander zu lieben und zu ehren, dann geht man vor der Gesellschaftsordnung eine ordentliche Ehe ein, und dann darf man endlich auch der Fleischeslust frönen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Liebe als höchstes Gut&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun ist die Liebe ein hohes moralisches Gut – möglicherweise das höchste, was wir in unserer Gesellschaftsordnung überhaupt kennen. Sinnigerweise galt unseren Vorfahren die Liebe allerdings nur dann als wirklich sinnhaft, wenn sie als Freundesliebe ausgeprägt war – also in etwas so, wie dies Schiller in der „Bürgschaft“ schildert. Die Liebe zu einer Frau galt hingegen als minderwertig. Die sogenannte „Minne“ war eher eine Einführung in die Verführungskunst als ein moralisches Lehrstück. Erst in der Romantik wurde die Liebe zu den Frauen idealisiert, aber im deutschen Bürgertum keinesfalls verwirklicht – im Gegenteil: Die Bürgertöchter mussten noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts heucheln, aus Liebe zu heiraten, damit der romantische Anspruch erfüllt wurde – in Wahrheit wurden sie per Mitgift verschachert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Ehe - nichts mehr als ein Vertrag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ehe selbst ist nicht, wie die Kirchenoberen behaupten, eine Instanz, die von einer höheren Ordnung gestiftet wurde („ein Sakrament“) , sondern ein bloßer Vertrag. Mit ihr gingen einstmals die Besitzrechte des Vaters an der Tochter an den Ehemann über. Aus dieser Zeit stammen noch die aus dem Bürgertum bekannten Sätze wie „um die Hand anhalten“. Auch die Sitte, sich in der Kirche das „Ja“-Wort zu geben, stammt aus dieser Zeit, da die Braut am eigentlichen Ehevertrag gar nicht beteiligt war. Sie bekam nur in der Kirche einmalig die Gelegenheit, symbolisch in den Vertrag einzuwilligen, der vorher zwischen Vater und Bräutigam ausgehandelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Fleischeslust oder der Sex - die treibende Kraft&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 300px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:641 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;300&quot; height=&quot;294&quot;  src=&quot;http://liebeszeitung.de/uploads/nixchen_300.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;das nixchen aus der sicht eines zeitgenossen&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Die Fleischeslust? Ganze Menschheitsgenerationen schafften es, die Liebeslust der unverheirateten Frauen zu unterdrücken, während die jungen Männer ihre Lüste durchaus zu befriedigen wussten. Je „behüteter“ die Töchter waren, umso mehr glaubten sie wirklich, keine eigene sexuelle Lust zu verspüren. Die Bürgertöchter hingegen, die gewisse Freiheiten genossen, machten sich ein Vergnügen daraus, ihre Lüste im Geheimen zu stillen, freilich immer wieder unter der Last, dabei eventuell schwanger werden zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu ein Zitat aus jener Zeit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;Ich hatte mal eine starkgeistige Freundin vom schwachen Fleische, die behaupte, wenn die Konsequenzen nicht wären, wär es ein Gesellschaftsspiel&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer weiterliest, wird bald finden: Die gebildeten Frauen des aufkommenden 20. Jahrhunderts hatten durchaus die wildesten Gelüste – und vor allem: Sie konnten sich konnten sich in die Liebe hineinheucheln, die dem Geschlechtsverkehr damals ja unbedingt vorausgehen sollte. Die oft gehörte Behauptung, dass Frauen lieben müssen, um Lust zu empfinden, wird bereits in dieser Zeit stark bezweifelt – in diesem Fall sogar von einer Frau des beginnenden 20. Jahrhunderts. Das Zitat stammt von 1904.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Unsinnsformel: Erst Liebe, dann Sex&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht Sex, sondern Liebe? Namhafte Paarberater bezweifeln, dass die Liebe den Sex nach sich zieht. Möglicherweise wird eher umgekehrt ein Schuh draus: die die schnell aufkommende Lust vernebelt das Gehirn zunächst, und die Biochemie sorgt dabei für das nötige Verliebtheitsgefühl, um den Weg für den Sex freizumachen. Die Liebe selbst resultiert dann erst aus dem gegenseitigen Vertrauen ineinander, das vor allem ältere Paare prägt, die über lange Jahre zusammen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Jenaer Professor Dr. Bernhard Strauß geht so weit, zu behaupten, dass man „guten Sex trotz Liebe“ haben kann, und sagt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;Damit „guter Sex trotz Liebe“ möglich ist, sollten sich Partner das sexuelle Interesse aneinander bewahren und es nicht den alltäglichen Herausforderungen und Konflikten des Alltags opfern.&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie wahr, wie wahr – doch mein liebster Autor, Dr. Christian Ankowtisch, sieht die Sache noch illusionsloser:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;Wo Nähe, da keine Erotik. Wo gemeinsame Fernsehabende, da kein Sex. Wo Kinder, da keine neuen Bondage-Spiele. So einfach ist das. Nichts zu machen. Und die Lage wird auch nicht besser, wenn wir das eine mit dem anderen zusammenzwingen wollen, unüberlegt, gewaltsam.&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht solle ich noch erwähnen, dass dieser Dr. Ankowitsch ein bekennender Optimist ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die bürgerlich-abendländische Sexualmoral: ein Kartenhaus&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 180px&quot;&gt;&lt;iframe src=&quot;http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&amp;bc1=000000&amp;IS2=1&amp;bg1=FFFFFF&amp;fc1=000000&amp;lc1=0000FF&amp;t=sehpferd&amp;o=3&amp;p=8&amp;l=as1&amp;m=amazon&amp;f=ifr&amp;md=1M6ABJKN5YT3337HVA02&amp;asins=3871346489&quot; style=&quot;width:120px;height:240px;&quot; scrolling=&quot;no&quot; marginwidth=&quot;0&quot; marginheight=&quot;0&quot; frameborder=&quot;0&quot;&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Das Schema „Liebe-Beziehung-Sex“ ist demnach ein Possenspiel, das sofort zusammenbricht wie ein Kartenhaus, wenn der Tisch wackelt. Gerade erleben wir, wie gewaltig dieser Tisch inzwischen wackelt, denn die Moralisten innerhalb und außerhalb der Kirchen haben ihre Glaubwürdigkeit in sexuellen Fragen inzwischen fast restlos verspielt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint, als sei die Moral, die wir als bürgerlich-abendländisch kennen, vor vornherein ein Kartenhaus gewesen, das irgendwann einmal zusammenbrechen musste, weil es nicht auf gutem Fundament aufgebaut war – so wie alle moralischen Kartenhäuser dieser Erde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitate (historisch) Nixchen, Wien 1904 (Ankowitsch)  Dr. Ankowitschs kleiner Seelenklempner, Berlin 2009, Professor Strauß (&lt;a href=&quot;http://idw-online.de/pages/de/news376040&quot;&gt;Pressemitteilung Uni Jena&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildnachweis: Titel &amp;copy; 2007 by &lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/thefuturistics/477770096/in/set-72157604143752065/&quot;&gt;the fururistics&lt;/a&gt; (nachbearbeitet)&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 24 Jun 2010 10:43:29 +0200</pubDate>
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    <category>beratung</category>
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<category>sex</category>

</item>
<item>
    <title>Frauen und Sex - nehmen, was zu haben ist?</title>
    <link>http://liebeszeitung.de/index.php?/archives/459-Frauen-und-Sex-nehmen,-was-zu-haben-ist.html</link>
            <category>liebe an sich</category>
    
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    <author>nospam@example.com (induna)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 500px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:633 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;583&quot;  src=&quot;http://liebeszeitung.de/uploads/maennerjagd.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;männer genießen wie lutschstangen?&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren hat sich in der Sexualität ein unerwarteter Wandel ergeben. Hieß es früher, Männer hätten &quot;immer Lust und Frauen&quot;, so beklagen sich heute immer mehr Frauen, ihre Männer hätten kaum noch Lust auf Sex – und sie fragen sich durch die Beraterszenerie  durch, woran das wohl liegen könnte. Auf der anderen Seite hört man von beiden Geschlechtern, dass man nach langjähriger Ehe wohl noch Lust auf Sex habe – aber eben nicht mehr mit dem Lebenspartner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst einmal stellen fast alle Beobachter fest, dass „Sex an sich“ im Leben der Menschen heute überbewertet wird, und dass der Sex dabei trotz dieser Überbewertung auch abgewertet wird. Man sucht den Sex, weil er ein schickes kleines Suchtmittelchen ist, das fast immer und überall verfügbar ist – und kaum noch, weil man darin sie Erfüllung seiner Liebe sieht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Liebe, Lust und Sex - drei trennbare Gefühle &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist denn Sex die Erfüllung der Liebe? Die Antwort ist sehr simpel: Ob „Sex“ und „Liebe“ zusammengehören, ist eine Frage der Kultur, denn in vielen Kulturen trennten zumindest die Männer zwischen der Sexualität, die der Fortpflanzung diente, der Lust, die man sich bei Liebesdienerinnen holte, und der Liebe, die der Mann im Grunde nur zum Freund oder Kameraden empfinden konnte. Diese Trennung wurde eigentlich erst aufgehoben durch das Aufkommen romantischer Liebesbeziehungen, bei denen der Mann sich nicht aus Wollust, sondern aus Liebe in der Frau verströmte, die auf diese Weise zur „eierlegenden Wollmilchsau“ der menschlichen Wunscherfüllung werden sollte. Es sei nur am Rande erwähnt, dass die „romantische Liebe“ zu Frauen eher in Grimms Märchen als in der Realität beheimatet war – aber die Zeit wollte es so – die Illusion der Liebe als ganzheitliches Wunscherlebnis war wichtiger als die Realität. Die Wirklichkeit sah so aus: Die Töchter wurden per Mitgift an die Ehemänner verkuppelt, und dann erwartete man in bürgerlichen Kreisen von ihnen, dass sie aller Welt erzählen würden, eine romantische Liebesbeziehung würde beide verbinden. Man kann sich heute kaum noch vorstellen, wie verlogen das Bürgertum des ausgehenden 19. Jahrhunderts war: Das gesamte Leben wurde als Fassade inszeniert. Davon übrig geblieben ist bis heute übrigens noch die „Hochzeit in Weiß“, die man damals beim Adel abgekupfert hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Wollust der Frauen - von zaghaften Ansätzen bis heute &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Anfang des 20. Jahrhunderts gab es zunächst recht zaghafte Versuche der Frauen, nicht nur für die romantische Liebe zuständig zu sein, sondern sich dem Ehemann, wenigsten aber einem erwählten Geliebten, auch in Wollust hinzugeben. Die gebildeteren Bürgermädchen träumten davon bereits vor dem Ersten Weltkrieg, wie beispielsweise die Novelle „Nixchen beweist, die die Autorin Helene Keßler  1904 vorsichtshalber unter dem Männernamen „Hans von Kahlenberg“ veröffentlichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indessen – der Weg vom noch recht ausgegrenzten Bürgermädchen, das sich vor der Ehe mit einem Lover austobte, über die vielen „Femmes fatales“ der 1920er Jahre bis hin zu den emanzipieren und sexbewussten Frauen der 1970er war ein langer Weg. Erst gegen die 199er Jahre wurden Männer für Frauen zu einer Süßigkeit, die auch für den „kleinen Hunger zwischendurch“ geeignet ist, und seither sind sie sexuell fordernder geworden: Ihre sexuellen Wünsche erfüllt zu bekommen, gehört zu den Erwartungen, die diese Frauen haben. Geschieht dies nicht, so neigen sie dazu, zu lamentieren oder Diskussionen darüber herbeizuführen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Männer zum Frischverzehr für gebundene Frauen? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sollte nicht lange dauern, bis dieses Thema auch in Internet-Foren und Beratungsseiten Einzug fand, und etwas zur gleichen Zeit traten Ehefrauen und andere gebundene Frauen auf, die zu Seitensprüngen bereit waren. Die neue Masche: Männer sind konsumierbar, und zwar überwiegend zum Nulltarif. Wo der „Nulltarif“ nicht ganz auf „null“ steht, wird er damit herbeigelogen, dass den Lovern aus fernen Inselreichen oder Wüstenstaaten ja nur „kleine Geschenke“ gemacht würden, die mit der eigentlichen Lusterfüllung nicht in Zusammenhang stünden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Männer beklagen andererseits, sie würden immer mehr als „lebendig pulsierende Dildos“ betrachtet, wobei Frauen kaum noch als sinnliche Verführerinnen auftreten würden, sondern den Sex rigoros einfordern würden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Honigtöpfchen oder Zuckerstange - nach Gebrauch auf den Müll der Liebe? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 180px&quot;&gt;&lt;iframe src=&quot;http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&amp;bc1=000000&amp;IS2=1&amp;bg1=FFFFFF&amp;fc1=000000&amp;lc1=0000FF&amp;t=sehpferd&amp;o=3&amp;p=8&amp;l=as1&amp;m=amazon&amp;f=ifr&amp;md=1M6ABJKN5YT3337HVA02&amp;asins=3831146454&quot; style=&quot;width:120px;height:240px;&quot; scrolling=&quot;no&quot; marginwidth=&quot;0&quot; marginheight=&quot;0&quot; frameborder=&quot;0&quot;&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Wie es scheint, haben sie die Verhältnisse mindestens teilweise gewandelt:  So, wie Männer früher nach süßen Honigtöpfchen gesucht hätten, die nach dem Auslecken weggeworfen wurden, so suchen Frauen heute nach schicken Zuckerstangen, die nach dem einmaligen Genuss in den Sand geworfen werden.  Die Regel ist dies wohl noch nicht – aber immerhin eine Tendenz, die vielen Männern keine Freude macht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wollust ist – im Kontrast zu dem, was die Kirche uns sagt – keine Schande. Aber es ist eine Schande, Menschen einfach zu benutzen, und zwar gilt dies für Frauen und Männer.  Dass Männer, insbesondere die erklärten „Flachleger“, teilweise menschenfeindliche, konsumbetonte und emotionsbetrügerische Einstellungen haben, ist ja nicht neu.  Neu ist, dass ganz gewöhnliche Frauen Männer einsammeln und genüsslich konsumieren – wobei offenkundig ist, dass Männer dabei zunächst nur allzu gerne zum lebendigen Spielzeug der Frauen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies ist nur eine Beobachtung. Mag sein, dass die Moden bald wieder umschwenken und auch die Frauen zu einer anderen Sichtweise kommen.  Aber mit etwas mehr Respekt voreinander in Liebe, Lust und Leidenschaft könnte man schon einmal anfangen, nicht wahr?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild &amp;copy; 2005 by &lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/katietegtmeyer/68401475/&quot;&gt;Katie Tegtmeyer &lt;/a&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 19 Jun 2010 10:21:21 +0200</pubDate>
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    <category>beratung</category>
<category>beziehungen</category>
<category>frauen</category>
<category>sex</category>

</item>
<item>
    <title>Beziehung ist das, was man daraus macht</title>
    <link>http://liebeszeitung.de/index.php?/archives/458-Beziehung-ist-das,-was-man-daraus-macht.html</link>
            <category>liebe an sich</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 500px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:593 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;631&quot;  src=&quot;http://liebeszeitung.de/uploads/mannweib_500.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;die bürgerehe des 19. jahhunderts im 21. jahrhundert?&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Leben hat sich so schnell verändert, dass manche Menschen die neue Zeit einfach nicht nachvollziehen können. Das Bild der „Familie, das heute in den Köpfen herumgeistert, ist immer noch das Bürgerbild des 19. Jahrhunderts – und daher rührt auch das Bild von Partnerschaft und Ehe, das konservative Kreise nach wie vor haben. Mal ganz grob: Ein Mann findet eine Frau, die zwar noch einen Beruf ausüben darf, dann aber kündigen und folgen muss, wohin der Mann auch geht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Beziehungen romantisch verklärt&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild ist romantisch verklärt – und es nützt uns nichts mehr in einer Zeit, in der beide Partner Karrieren im In- und Ausland machen können.  Wie können wir aber damit umgehen, dass immer mehr Beziehungen durch das Internet „aus der Ferne“ geführt werden? Sollte man den Menschen raten: „Um Himmels willen, tut es nicht?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soeben fand ich einen Ratgeber, &lt;em&gt;der dies dazu wissen wollte&lt;/em&gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„&lt;em&gt;Gerade in der Anfangszeit einer Beziehung nur die Wochenenden für sich zu haben und möglicherweise davon noch nicht mal jedes - das ist der blanke Horror und tut einer Beziehung nicht nur mal nicht gut, sondern bremst sie auch ungemein.&lt;/em&gt;“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun war dies kein professioneller Berater, sodass es interessant ist, auch noch die Meinung des &lt;em&gt;Psychologen Markus Ernst&lt;/em&gt; dazu zu hören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„&lt;em&gt;Ein gemeinsamer Alltag mit allem, was dazu gehört, inklusive Streit, ist wichtiger Bestandteil einer Paarbeziehung. In einer Fernbeziehung lebende Paare haben diese konstruktive und Vertrauen schaffende Möglichkeit der Konfrontation nicht, sondern sind vielmehr darauf bedacht, die kurze Phase des Zusammenseins möglichst harmonisch zu gestalten&lt;/em&gt;“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Ich erkenne gerne an, dass Herr Ernst auch noch vom Wert einer „&lt;em&gt;gemeinsamen Perspektive“&lt;/em&gt; sprach, was diese Aussage etwas abmildert) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Fachleute begehen einen gemeinsamen Fehler: Sie beantworten die Frage nicht, die ursprünglich gestellt wurde, sondern verlieren sich in Allgemeinplätze über Beziehungen im Allgemeinen und über Fernbeziehungen im Besonderen.  Richtig ist: Die Bestandteile der Paarbeziehung bestimmen allein die Beteiligten, und niemand sonst, und auch nur sie legen für sich fest, was der „blanke Horror“ ist und was der Beziehung „gut tut“ und was nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&quot;Frische&quot; Fernbeziehungen werden meist bewusst eingegangen &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 180px&quot;&gt;&lt;iframe src=&quot;http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&amp;bc1=000000&amp;IS2=1&amp;bg1=FFFFFF&amp;fc1=000000&amp;lc1=0000FF&amp;t=sehpferd&amp;o=3&amp;p=8&amp;l=as1&amp;m=amazon&amp;f=ifr&amp;md=1M6ABJKN5YT3337HVA02&amp;asins=3451208962&quot; style=&quot;width:120px;height:240px;&quot; scrolling=&quot;no&quot; marginwidth=&quot;0&quot; marginheight=&quot;0&quot; frameborder=&quot;0&quot;&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;Wer willentlich eine Fernbeziehung eingeht, tut dies ja nicht, weil der beste Partner um die nächste Ecke herum gewohnt hätte, sondern weil er in der Enge seiner Kleinstadt oder sonstigen Umgebung nicht den Menschen fand, mit dem er eine Beziehung beginnen wollte. Es gibt kaum einen Partnersuchende, der nicht weiß, dass er damit ein Risiko eingeht, aber dieses Risiko macht die Beziehung noch viel interessante: Sie hält in der Regel auch nicht wegen der Ferne (fehlende Konflikte, Wochenendfriede) sondern trotz der durch die Entfernung entstehenden finanziellen und zeitlichen Belastungen.  Wird sie wirklich auf Dauer geschlossen, dann hält sie auch den Anfeindungen durch Dritte („euch fehlt ja der Alltag“) und durch potenzielle Eindringlinge statt („weißt du, wenn wir zusammenkämen, würde ich dich jeden Tag verwöhnen“). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Paare in Fernbeziehungen  wissen zumeist um Vorteile, Nachteile und Risiken &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer all diese Zeitverluste durch Fernbeziehungen erträgt, wer bereit ist, die Mehrkosten zu bezahlen, wer sich erfolgreich den Nachstellungen der „Konkurrenz“ wiedersetzt und die Unkenrufe der Besserwisser nicht hört – der wird doch wohl eine festere Beziehung aufbauen können als zwei Leute, die sich außer am Wochenende auch noch am Mittwoch dazwischen sehen – mehr ist doch beim erfolgreichen Menschen sowieso nicht drin. Dazu kommt noch: Man wird ja schließlich auch noch einmal seinen eigenen Gedanken nachhängen und sich dafür zwei Tage Freiheit ausbitten dürfen, auch wenn man gerade frisch verliebt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Beziehungen sind genau das, was da Paar daraus macht&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Beziehung, so zeigt der Alltag unserer Mitmenschen immer wieder, ist genau das, was das Paar daraus macht. Die meisten Paare, die sich auf die Entfernung kennengelernt haben, planen freilich irgendwie und irgendwann einmal eine gemeinsame Wohnung. Nach einigen Jahren ist dies meist kein so großes Problem mehr wie zu Anfang, wie die Sicherheit der Beziehung die Unsicherheit des Arbeitsplatzwechsels aufwiegt. Dies aber schon am Anfang zu fordern, wie auch zu empfehlen ist – mit Verlaub – grober Unfug.  Es entspricht haargenau den Vorstellungen es Bürgertums im 19. Jahrhundert, in denen dies der übliche Weg war, um zusammenzukommen.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Aus der Ferne zur Nähe - der attraktive Weg &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weg aus der Ferne zur Nähe ist, auch wenn er Jahre dauert, der richtige Weg zum Partner. Er ist sicher anders als der Weg zur Partnerin, die um die nächste Ecke wohnt und mit der man ich täglich sehen könnte. Was ist denn der „gemeinsame Alltag“ eines neuen Paares vor Ort? Es ist Verliebtheit, sich gemeinsam sehen lassen, ausgehen, essen gehen, bummeln, häufiger und ausgiebiger Sex - und es kann Wochen oder Monate dauern, bevor ein Ereignis eintritt, das genügend ernsthaft ist, um Streit zu bekommen, der ja angeblich so wichtig ist.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer sich selbst für kompetent hält, eine Fernbeziehung zu beginnen, zu führen und sie am Ende in eine ganz gewöhnliche Beziehung zu überfuhren, der sollte es in jedem Fall tun. Und wenn es nicht gelingt? Ja, darf man etwa nicht mehr mit einem Versuch scheitern in diesem Leben? Ist uns etwa jede Beziehung mit dem „Mädchen um die Ecke“ gelungen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also: &lt;strong&gt;Tut es einfach – geht Fernbeziehungen ein.&lt;/strong&gt; Kümmert euch nicht darum, was „die Leute“ sagen, sondern macht eure eigenen Erfahrungen – so, wie es bei Erwachsenen üblich sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachsatz: Ich kann nicht umhin, festzustellen, dass die Frage, die an die beiden Experten gestellt wurde, sehr klug war, nämlich „&lt;em&gt;Wie kann ich diese Unsicherheiten (über die Fernbeziehung) seinerseits am besten behandeln&lt;/em&gt;?“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitate aus: &lt;a href=&quot;http://www.fem.com/private/maenner-verstehen-fernbeziehung-er-will-dass-ich-zu-ihm-ziehe-7452.html&quot;&gt;Fem&lt;/a&gt;. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 18 Jun 2010 07:45:00 +0200</pubDate>
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    <category>beratung</category>
<category>beziehungen</category>
<category>psychologie</category>
<category>sex</category>
<category>sklavin</category>

</item>
<item>
    <title>Die Liebe – Ernst, Spiel oder Glücksspiel?</title>
    <link>http://liebeszeitung.de/index.php?/archives/454-Die-Liebe-Ernst,-Spiel-oder-Gluecksspiel.html</link>
            <category>liebe an sich</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 500px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:625 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;553&quot;  src=&quot;http://liebeszeitung.de/uploads/liebeisteinspiel.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;liebe ist auch ein spiel - sie hat das AS im ärmel&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, wie kennen es aus den Schlagern, nicht wahr? Mal ist die Liebe ein Spiel, mal ist sei keines, dann ist sie wieder ein Spiel mit dem Feuer, und am bekanntesten war sicher einmal der Schlager „Die Liebe ist ein seltsames Spiel“. Das Volk der Kirchgänger und Gutmenschen schrie jedes Mal auf, wenn man „Liebe“ und Spiel“ in einen Satz brachte – so war es auch damals bei Connie Francis. Da muss ich gar nicht erwähnen, wie dies klingt: „Die Liebe ist ein Glücksspiel – eine Fifty-fifty-Chance – lass es uns doch spielen, dieses Glücksspiel der Liebe“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun aber mal ran an die Tatsachen: Nehmen wir die Liebe eventuell heute viel zu ernst? Haben wie verlernt, miteinander zu tändlen, uns schicke Illusionen zu machen, von denen wir aber wussten, dass sie niemals eingelöst würden? Wer versinkt heute noch in der weichen Brust einer wundervollen Frau, die sich ihrerseits in Parfümwolken hüllt, um uns einzulullen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, da ist nicht immer „etwas passiert“, nichts, was man heute ONS nennen würde. Oftmals war es einfach wirklich nichts als die schicke Illusion: Frauen wollten ihre Kraft der Verführung erproben, und Männer waren nur allzu willige Versuchskaninchen dafür.  Die Damen haben getändelt, geschäkert und auch schon mal einen Blick auf die nackte Brust zugelassen – und den Herren am Ende eher eine lange Nase gedreht als den Erfrischungsraum geöffnet: Halbjungfrauen nannte man sie, die meist jugendlichen Verführerinnen, die ohne die „letzte Konsequenz“ auskamen.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Frauen führen das Spiel der Liebe&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht die Verführparfüm- und Plüschsofazeit alleine, die Liebespiele hervorbrachte. Jede Zeit hat ihre besonderen Spiele, aber eines ist unausrottbar: Es geht dabei darum, Wünsche zu erzeugen und Lüste zu schüren, aber die Erfüllung zu verzögern. Das macht die katholische Kirchgängerin genau so wie die lustbetonte Freidenkerin: Nur dauert es bei der Katholikin möglicherweise etwas länger, bis sie das Lotterbett bezieht. Expertinnen unter den Frauen wissen, dass es beim Übergang von Verliebtheit und Sex auf den richtigen Zeitpunkt ankommt – Timing ist also alles. Wenn die Frau zu früh mit den Fleischeslüsten lockt, dann riskiert sie, in die Schlampenecke gesteckt zu werden, und wenn sie zu spät den zweiten Bettbezug aufzieht, dann läuft sie Gefahr, dass ihr Lover längst an einer anderen herumknabbert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Menschen spielen um die Lust - aber manche eben auch um Geld&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So weit, so edel – aber wir wissen natürlich alle, dass man daraus auch ein Gewinnspiel machen kann: Elendigliche Betrügerinnen versuchen immer wieder, mit der Salamitaktik erst ein bisschen Geld- oder Sachwerte einzufordern, bevor sie versprechen, ein wenig zugänglicher zu werden. Dieser Trick, der aus den „Amüsierbetrieben“ zweifelhafter Rotlichtbetriebe stammt, wird heute sowohl von angeblich „anständigen“ „anständigen“ partnersuchenden Damen“ und in den Niederungen zweifelhafter Flirt-Dienste und der Zahlschwein-Szene angewendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch kommen wir zurück zum üblichen Spiel der Erwachsenen – dem Spiel um die Liebe. Das Blind Date der neuen Zeit gibt uns ein Beispiel, dass die Chance auf Liebe nun einmal Teil eines Spiels ist – und wenn wir wirklich eine Fifty-fifty-Chance dabei haben, können wir uns noch königlich freuen, denn eine Liebe auf sieben Verabredungen ist das langjährige Mittel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Plädoyer für das Spiel damit folgt auf dem Fuße: Wenn man eine Chance von eins zu sechs hat, wäre es dann nicht naheliegend, alle sieben „Spiele“ zu genießen, soweit dies möglich ist? Könnten wir uns nicht einfach überlegen, dass Spiele „an sich“ reizvoll sind und nicht nur der Sieg? Da würde ich doch dem zustimmen, der singt: „Lass es uns doch spielen, das Glücksspiel der Liebe“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Vorschlag: Genießt eure Flirts, Dates, Kuschel- und Bettgeschichten, aber verliert euch nicht darin. Ein guter Spieler zeichnet sich dadurch aus, den Gewinn zu behalten, wenn er ihm zufällt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch eine kleine Anmerkung: Den meisten Menschen, die behaupten, nicht zu spielen, könnten ihre Spiele nachgewiesen werden. Berater, die wegen kleiner Probleme beim Dating konsultiert werden, tun dies aber kaum, weil sie dann als „Spielverderber“ gelten. Vielleicht ist dies ja unser Schicksal als Berater: Manchmal müssen wir das Spiel unserer Klienten, kein Spiel zu spielen, einfach mitspielen. Nachlesen kann man das in Ronald D. Laings kleinem Gedichtband „Knoten“ – wenn man noch einen ergattert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Foto &amp;copy; 2008 by J&lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/sweet_child_of_mine/2200194128/&quot;&gt;J &amp;amp; special K&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Schluss noch die Beiträge aus dem Schlager-Imperium: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;580&quot; height=&quot;360&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/BxY73nRaIBE&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;border=1&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/BxY73nRaIBE&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;border=1&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;580&quot; height=&quot;360&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;500&quot; height=&quot;405&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/4QeAL2Zucus&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;border=1&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/4QeAL2Zucus&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;border=1&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;405&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 15 Jun 2010 11:14:43 +0200</pubDate>
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    <category>beratung</category>
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<item>
    <title>Den einzig wahren Partner voraussagen</title>
    <link>http://liebeszeitung.de/index.php?/archives/442-Den-einzig-wahren-Partner-voraussagen.html</link>
            <category>liebe an sich</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 500px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:614 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;644&quot;  src=&quot;http://liebeszeitung.de/uploads/tarot_one.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;tarotkarten (tarockkarten) sagen alles - oder nichts&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einst stürmten die Bürgermädchen die verkommenen Buden schmieriger Hellseherinnen – entweder um zu wissen, wann der Prinz ihres Herzens nun an Vaters Tür klopfen würde, oder um sicherzugehen, ob der Auserwählte nun auch wirklich der einzig Richtige sein würde. Sie waren leichte Beute für die durchtriebenen Gestalten, die ihnen vor allem Geld abzockten, um dann mithilfe von Kristallkugel, Tarotkarten und allerlei Hokuspokus eine Illusion in die naiven Herzen zu pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der Aberglaube regiert weiter: &quot;Hellsichtige&quot; Menschen sind gefragt &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist noch nicht lange her, da saß ich in einem Lokal, in dem die Schickeria einer süddeutschen Kleinstadt verkehrt. „Bei deinen Sorgen brauchst du eine Person, die wirklich hellsichtig ist“ sagte einer Freundin zur anderen – und stellte sogleich die Verbindung per Handy her. Mag die „hellsichtige“ Person inzwischen vielleicht auch ein bisschen bei der Menschenbeurteilung nachgelegt haben – es ist immer wieder die gleiche Konstellation: Ich weiß nichts – das geheimnisvolle Orakel der weißen Magierinnen weiß alles.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Glauben Sie mir – ich weiß um den wirklich guten Rat, den ein Mensch geben kann – sogar, wenn er dazu das Folklorekleid einer Glaskugelguckerin oder den Kittel einer Heilpraktikerin braucht. Menschen mit authentischem Beurteilungsvermögen sind immer sehr gefragt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch wer kann schon voraussagen, warum eine Liebe aufflammt, wie lange eine Beziehung hält oder woran sie scheitert? In Wahrheit kann es niemand – und aus dieser Unsicherheit heraus tauchen dann die Menschen in den Hokuspokus ab: Beispielsweise mit Tarotarten, Pendeln und Handlesen. Solche Methoden werden in letzter Zeit vor allem von schicken Bildungsbürgerinnen mit Esoterikschieflage in Anspruch genommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der unausrottbare Volksaberglaube: Astrologie &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lieschen Müller vertraut derweil auf ihr Lieblingsorakel, das Horoskop, und wenn sie ganz schlau sein will, dann fragt sie Mami nach dem Geburtsdatum – gleich ob Frühchen oder Kaiserschnitt – kein Astrologe verzichtet auf die Stunde der Geburt, was so weit ging, dass mir eine Dame einmal sagte: „Wenn Sie ihre Geburtsstunde nicht ermitteln können, kommt ein Treffen mit mir nicht infrage“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Magie für feine Damen: Psychologie &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man mag all dies noch belächeln, doch nun kommt eine Wissenschaft ins Spiel, die vor allem Frauenherzen schmelzen lässt: Psychologie. Nun wissen fast alle, die mal in ein Gymnasium hineingerochen haben, dass es nicht „die eine Psychologie“ gibt, sondern viele unterschiedliche Schulen, aber dennoch glauben selbst gebildete Menschen, dass die Psychologie ihnen nachhaltig helfen kann, den geeigneten Partner zu finden. Offenbar erwarten die Leserinnen und Leser einschlägiger Bücher eine echte Klärung, während die Klienten von Beratern sogar eine dem Orakel ähnliche, aber verlässlichere Deutung der Zukunftsaussichten verlangen. Die häufigste Frage ist dabei immer wieder: „Wer passt wirklich zu mir und wie kann ich ihm begegnen?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Verdummung mit dem &quot;richtigen&quot; Partner&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer sich ein bisschen auskennt, wird bald finden, dass kein verantwortlicher Berater die Frage nach der oder dem „Richtigen“ beantworten wird. Man kann einen Klienten nur dazu bewegen, sich selbst besser kennenzulernen und seine Sichtweise von Illusionen frei zu halten – aber man kann objektiv nicht sagen, welcher Mensch zum Klienten passen würde. Psychologen, Psychotherapeuten und insbesondere Paarberater haben immer wieder darauf hingewiesen, dass es unmöglich ist, den „richtigen“ Partner vorauszusagen. In einem jüngst erschienenen    Buch, aus dem ich oft zitiere, heißt ess sogar, dass die Suche nach dem „richtigen Partner“ davon ausgeht, dass es so etwas wie einen „richtigen Partner“ überhaupt gibt, was sehr zweifelhaft ist. Tatsächlich gibt es viele mögliche Partner, die auf lange Sicht gesehen gleichwertig sind.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hindert nun viele Psychologen nicht, dennoch zu behaupten, sie „wüssten“ wer der Richtige ist. In unzähligen Büchern, Frauenzeitschriften und Onlinemedien werden regelmäßig Tipps und Tests veröffentlicht, aus denen hervorgehen soll, wer denn nun „zu einem passt“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wissenschaft steht drauf - aber ist auch Wissenschaft drin?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obgleich diese Tests vorgeben, „wissenschaftlich“ zu sein, ist das einzige wissenschaftliche daran oft, dass sie irgendwann einmal von einem Wissenschaftler veröffentlicht wurden. Das reicht in der Regel, um das Publikum zu foppen. Wenn es beispielsweise heißt, dass ein „berühmter Wissenschaftler mit großer Erfahrung bei psychologischen Auswahlmethoden“ den Test entwickelt hat, so kann es durchaus sein, dass er in den 1960er Jahren ein Paar Schriften zur Personalauswahl veröffentlich hat – das war seine Qualifikation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Trost für die Esoterik- und Psychologiegläubigen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will nicht unerwähnt lassen, dass jeder Psycho-Test, ja sogar jeder Besuch bei einer Wahrsagerin den ratsuchenden Menschen zum Nachdenken über sich selbst bringen kann – das wäre schon ein Fortschritt. Aber das ist auch alles: Mehr können weder Esoterik noch Psychologie leisten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Titelbild &amp;copy; 2010 by &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Tarotcards.jpg&amp;filetimestamp=20091009110109&quot;&gt;Wikipedia Commons &lt;/a&gt; 
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    <pubDate>Thu, 10 Jun 2010 09:30:23 +0200</pubDate>
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    <category>beratung</category>
<category>date</category>
<category>frauen</category>
<category>psychologie</category>

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    <title>Trickverführer: Nun hast du sie im Bett – na und?</title>
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            <category>liebe an sich</category>
    
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    <author>nospam@example.com (induna)</author>
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    &lt;!-- s9ymdb:600 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;348&quot; style=&quot;border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; src=&quot;http://liebeszeitung.de/uploads/thegame.jpg&quot; alt=&quot;trickverführung&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man den alternden Machos glauben darf, die immer in die Pampe hauen, dass es spritzt, dann müsst ihr alle „cocky and funny“ werden, Jungs. Das heißt auf Deutsch so viel wie frech und witzig. Für diejenigen, die nicht zu den „bildungsfernen Schichten gehören“: So etwas nennt man „charmante Frechheiten“ . &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun ist es ja so: Frechheiten kommen in der Regel immer dann gut an, wenn sie charmant vorgetragen werden – und auch umgekehrt wird ein Schuh draus: Ein charmanter Mann kann eigentlich sagen, was er will und tun, was er will – die Frauen werden ihm auch alle Frechheiten verzeihen – und einige dieser Frechheiten werden sie sogar lieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blieben wir einen Moment bei den „charmanten Frechheiten“. Was wäre das Gegenteil? Richtig, „belanglose Artigkeiten“, die bis an den Rand der Schleimerei gehen können.  Nun will keine flirtende Frau belanglos sein, und „Artigkeiten“ haben ihren Platz bestenfalls noch beim Small Talk. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziemlich dumm ist, zu behaupten, das sei so als „würde man seine kleine Schwester ein wenig aufziehen“, denn erstens haben nicht alle Männer kleine Schwestern, also keine Vergleiche, und zweitens ist das „Aufziehen“ eine spielerische, ziellose Machtdemonstration, und drittens hat die kleine Schwester keine Flirtwünsche an den Bruder (das hoffen wir jedenfalls mal). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;US-Trickverführer und deutsche Nachahmer zielen auf die Verlierer&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kataloge der Herren Verführmeister sind lang – und sie sind verräterisch. Der eigentliche Rezipient ist der Verlierer, der bisher vergeblich versucht, in US-amerikanischen Bars die „heißen Frauen“ aufzureißen und sauer darüber ist, dass sie andere abgeschleppt haben.  Das Schema muss simpel sein, sonst würde es nicht in die Verliererköpfe hineingehen – deshalb solche Begriffe wie „cocky and funny“ für die Grundseinstellung und „push &amp;amp; pull“ für die Komplimente. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Problem bei den „Werken“ dieser Leute ist ja nicht nur, dass sie bei US-Autoren abgeschrieben werden – dass tun viele Datingberater in Unkenntnis der tatsächlichen Verhältnisse in Europa. Nein, das eigentliche Problem ist, dass sie auf einen bestimmten Frauentyp ausgerichtet sein, der „im Grunde“ abgeschleppt werden will, der aber stets sagen würde „um Himmels willen, doch nicht ich“.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Manchmal klappt die Trickverführung – aber lohnt es sich?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will gar nicht behaupten, dass die von den „Flachlegern“ gelehrten Vorgehensweisen niemals wirksam sind. Es gibt genug Frauen, die froh sind, überhaupt einmal angesprochen zu werden, und es gibt solche, die zwar die mühevoll erlernten Strategien der Herren durchschauen und dennoch mitspielen – da konnte man flapsig sagen „man gönnt sich ja sonst nichts“. Ja, ich will soweit gehen, zu behaupten, dass es auch naive, emanzipierte und an sich selbstbewusste Frauen geben könnte, bei denen ein Trickverführer einmal Glück hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Recht dümmlich ist nur die Behauptung, man könne mit strategischem Vorgehen oder gar Psychotricks „jede Frau in kürzester Zeit herumkriegen“.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle wäre der richtige Zeitpunkt, einmal zu fragen: „Na, und was habe ich dann davon?“ Ist „Frauen herumkriegen“ etwa ein Wettbewerb wie „Tore schießen“?  Was hat man davon, eine Frau sechs Stunden lang verbal zu betrommeln, gelegentlich strategisch zu betatschen und nebenbei noch mit Alkohol abzufüllen und sie dann in irgendeiner unerotischen und trostlosen Umgebung flachzulegen?   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wollen Trickverführer den Bordellbesuch einsparen?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 300px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:601 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;300&quot; height=&quot;300&quot;  src=&quot;http://liebeszeitung.de/uploads/target_women.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;ein mitglied der zielgruppe?&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Na klar – wer es schafft, der hat einen Besuch im Bordell eingespart und hat einmal gezeigt, dass er der „große Macker ist“. Aber halt: Was ist so toll daran,sich einmal mit einer angetrunkenen Frau austoben? Ist das ein wundervolles Leben? Ist man wirklich froh über eine Zufallsfrau, eine, die sich leichtfertig jedem hingibt, der sie ins Bett labert und abfüllt? Lohnt es sich, dafür viel wertvolle Zeit in Bars zu verschwenden und Drinks zu bezahlen? Ich kann nur immer hoffen, dass die Verführungslehrlinge wenigstens Kondome benutzen, denn Frauen, die sich in Bars abschleppen lassen, tun dies ja nicht nur einmal – und eine Geschlechtskrankheit fängt man sich schnell – abgesehen davon, dass sich auch schon Frauen bei ONS schwängern ließen. Bei labilen Charakteren muss man mit allem rechnen, auch damit. Manchmal wäre ein Bordellbesuch sicher risikoloser gewesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Führen beim Verführen – ja. Miese Tricks - nein&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klar ist: Frauen mögen, wenn Männer sie führen beim Verführen, und klar ist auch, dass jede kluge Frau dem Mann den Ruhm der Initiative überlässt, auch, wenn sie selbst daran mitgewirkt hat. Klar ist aber auch: Frauen mögen nicht, wenn sie behandelt werden, als seien sie nichts als Beischlafmaterial, das in die Betten verfrachtet werden muss. Nicht von ungefähr bezeichnen die Meisterverführer ihre Opfer wie Vieh: „So, wie ich euch das hier beschreibe, Freunde, kriegt ihr damit die drei bis vier Stück heißesten Frauen, die an der Bar herumhängen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja – und was ist das Fazit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem dies: Ein Mann mit Charme und liebvoller Frechheit baucht keine Anleitung, um Frauen zu verführen, sondern dem fliegen sie ganz von selbst zu. Bei den talentierten, aber schüchternen Männern mögen Verführungsratgeber wirken - falls man sich selbst und die Frauen entpersönlichen will und es nur um den Sex geht. Die Verlierer allerdings bleiben Verlierer – bei ihnen gewinnen nur die Verleger und Autoren einschlägiger Bücher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkungen: Die Idee zum Artikel kam mir bei der Lektöre eines Artikels von Cassy Bouffier.  Das Zitat des Trickverführers wurde umformuliert, steht aber sinngemäß so in einem einschlägigen Artikel&lt;br /&gt;
http://cassybouffier.wordpress.com/2010/06/03/und-wieder-einmal-ein-mannerratgeber/. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Titelfoto: &amp;copy; 2006 by &lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/london/116086847/&quot;&gt;jonrawlinson&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild rechts: &amp;copy; 2009 by &lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/greyloch/3933221930/&quot;&gt;greyloch&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
 
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    <pubDate>Sat, 05 Jun 2010 08:32:46 +0200</pubDate>
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    <title>Liebe – die lustvolle Herausforderung</title>
    <link>http://liebeszeitung.de/index.php?/archives/429-Liebe-die-lustvolle-Herausforderung.html</link>
            <category>liebe an sich</category>
    
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    <author>nospam@example.com (induna)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 500px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:598 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;394&quot;  src=&quot;http://liebeszeitung.de/uploads/herausfordedrung.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;das erst mal: aufregend in jeder hinsicht&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe ist für uns alle eine Herausforderung. Wer sich noch erinnert, wie er seine erste Freundin oder seiner ersten Freund hatte, und „es“ noch nie gemacht hatte, der weiß, wie groß die Herausforderung ist. Man weiß nicht genau, wie weit man selbst gehen will oder was man sich schon zumuten möchte. Die Aussicht auf den ersten Sex ist nicht wie Straßenbahnfahren:  Ich kann nicht einsteigen und an der nächsten Station wieder aussteigen. Klar könnte ich das, logisch. Aber wenn ich es tue, weiß ich ja nicht, was ich eigentlich wissen wollte: Was erlebe ich eigentlich in Körper und Seele, wenn ich einmal richtig „loslasse“. Nein, es ist eher, wie Achterbahn fahren: Einmal eingestiegen kommst du nicht mehr heraus. Wie auch bei der Achterbahn gibt es in der Liebe keine verkürzten Probefahrten zum Eingewöhnen. Sicher, es gibt Bremsen und Notbremsen. Mann kann „Nein“ sagen, sicherlich.  Doch wie sagt man „Nein“, wenn man zuvor „Ja, unbedingt“ gesagt hatte?  Was, wenn die eingeweihte Freundin am nächsten Tag fragt, „na, wie war’s? Und man muss sagen: „Du, ich hab im letzten Moment gekniffen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:599 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;300&quot; height=&quot;714&quot; style=&quot;float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; src=&quot;http://liebeszeitung.de/uploads/pkamm.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;Wenn man jetzt einen Psychologen fragt, dann sagt der natürlich: „Man kann immer Nein sagen, zu jedem Zeitpunkt“ – und er hat selbstverständlich recht. Die Entscheidung bei absoluter Nichterregung, vollständiger Bekleidung, unterkühlter Beraterpraxisstimmung, bei Neonlicht und ohne Alkohol fällt immer leicht. Doch was, wenn man schon leicht feucht ist, die Bluse schon am Boden liegt, die Frühlingsluft duftschwer ist, die Kerzen sanftes Licht verbreiten und drei Glas Sekt schon den Kopf von Hemmungen befreit haben? Wer sagt dann noch: „Ach, Max, ich hab mir das jetzt anders überlegt, heute eigentlich doch lieber nicht?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergessen wir nie, dass Liebe ein Prozess ist, denn wir nicht vollständig planen können. Nicht ist scheußlicher, als zu wissen, dass man „ins Bett eingeladen wird“ – dann muss es sein, heute, Per Ritual, das Bett in besonderer Weise mit schwarzer Seide bezogen, das Negligé im Badezimmer versteckt, um vorher noch mal zu duschen und dann aufzutreten wie eine billige Filmnutte? Ja, es mag Männer geben, die das wollen. Die meisten aber nicht – sie wollen aus der Situation heraus überrascht und fasziniert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Liebe gibt es die erotische Herausforderung ja nicht nur einmal, nicht nur beim ersten Mal – bei jeder neuen Freundin, jedem neuen Freund kommt sie wieder zum Tragen: Was mute ich mir zu, was kann ich ihm zumuten? Was will ich schenken, was könnte er fordern?   Bin ich zu erfahren oder zu unerfahren für ihn?  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch nicht nur jeder neue Mensch im Lebenslauf der leibe ist eine neue Herausforderung – lang gehegte oder plötzlich entdeckte Sehnsüchte, pikante Wünsche, die man kaum auszusprechen wagt, der wiedererwachende Wunsch nach dem eigenen Geschlecht oder die Lust auf Bestrafung – all dies wuselt und gruselt in der Menschheit herum und treibt sie immer wieder dazu, in die Achterbahn, die Geisterbahn oder sonst wo hin einzusteigen, wo man das einmal erworbene Ticket nur abfahren oder verfallen lassen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fragt sich: Soll man oder soll man nicht? Ja, wenn das so einfach wäre. Ist es aber nicht. Eigentlich kann man nur sagen: Möglichst nie mit völlig Fremden etwas auszuprobieren, dessen Wirkung man nicht kennt – nicht, dass es Ihnen so geht wie einem Freund: Als er zum Blind Date mit einer selbstverständlich nagelneuen, schönen du exotischen Frau in einem indischen Restaurant saß, fragte der Kellner „indische oder europäische Würzung?“   Er entschied sich für „indisch, selbstverständlich“ und brauchte drei Flaschen Selters, um wenigstens ein Viertel des Gerichts essen zu können, während er ein Hemd völlig durchschwitzte. Was uns zeigt: Das Fremde sollte man zunächst in kleinen Dosen genießen, und dann mit Menschen, die man kennt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Liebe gilt vor allem: Man kann fast alles tun, aber man sollte nicht vergessen, wer man ist – und so schön wie die erotischen Träume sind die erotischen Realitäten eben oft nicht – vor allem nicht im Bereich der Swinger, BDSM-Liebhaber und Bi-neugierigen. Der beste Schutz ist ein gesundes Selbstbewusstsein, das man keinesfalls an der Garderobe zurücklassen sollte. Die Persönlichkeit gibt man nur auf Zeit und nur im Spiel auf – nicht im wirtlichen Leben, denn wer das tut, hat schon einen Schritt in den gesellschaftlichen Abstieg getan. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was meint ihr? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tilefoto &amp;copy; 2006 by &lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/greggoconnell/209684187/&quot;&gt;greggoconnell&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild links nach einer Grafik von Paul Kamm 
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    <pubDate>Fri, 04 Jun 2010 15:24:49 +0200</pubDate>
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<category>psychologie</category>
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<item>
    <title>Partnerschaft: Hände weg vom Traumpartner!</title>
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            <category>liebe an sich</category>
    
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    <author>nospam@example.com (induna)</author>
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    &lt;!-- s9ymdb:581 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;516&quot; style=&quot;border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; src=&quot;http://liebeszeitung.de/uploads/traumfrau1.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir leben in einer Zeit, in der eine Speise ebenso „lecker“ sein muss wie ein „Kerl“ oder ein „Mädchen“. In der Partnerschaft gaukeln uns Werbeleute einschlägiger Partnervermittler und Singlebörsen vor, wir könnten dort unseren „Traumpartner“ finden – „a&lt;strong&gt;ls Traummann und Traumfrau schuf er sie&lt;/strong&gt;“ … möchte man Kalauern, wenn man das &lt;strong&gt;Dummgeschwätz der Werbegötzen&lt;/strong&gt; liest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterstützt werden diese Menschenvergolder freilich auch noch durch einige willfährige, an die Branche angepasste psychotherapeutisch gebildete Berater.  Das Volk glaubt diesen Menschen wie Halbgöttern –  und dies wird reiflich genutzt. Vergessen ist da  Paul Watzlawicks Warnung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„&lt;em&gt;Überall, außer in der Psychotherapie, wird es als selbstverständliche Lebensgegebenheit hingenommen, dass es keine perfekten und ein für alle Mal erreichten Lösungen gibt … und dass das Leben ein lebenslanger Prozess  der bestmöglichen, aber nie vollständigen Anpassung ist&lt;/em&gt;.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anpassung? Ständige Änderungen? Das kann man dem modernen Menschen offenbar nicht mehr zumuten – und das heißt auch: Man kann ihm die Wahrheit nicht mehr zumuten. Man erfindet ständig neue, wohlfeile Lügenpakete, um die Wahrheit zu verschleiern, jene einfache, kluge und langzeittaugliche Wahrheit: &lt;strong&gt;Du musst dich anpassen&lt;/strong&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Flunkerer aus der Wissenschaft kontra Pragmatiker&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die klugen Leute mit pragmatischem Hintergrund, die wirklich Lebensprozesse verstehen, wissen natürlich sehr gut, was geht und was nicht. Sie erklären gerne, dass zur erfolgreichen Partnerschaft in Wahrheit nur ein Weg führt: nach intensiver und ehrlicher Suche einen halbwegs passenden Partner zu finden und mit ihm das Lebens- Liebes- und Paarungsspiel  zu beginnen. Dabei müssen in der Regel beide Federn lassen, wird aber einer von beiden zu sehr gerupft, dann geht es nicht.  Sehr einfach, nicht wahr?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Affentänzchen um &quot;Gleich und Gleich&quot; oder Gegensätze   &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, sehr einfach, aber eben auch schwer zu vermitteln. Da ist schon besser, mal ein bisschen herumflunkern: Durch Tests, so behaupten angebliche Fachleute der Psychologie, ließe sich herausfinden, wer zu wem passen würde – eine dreiste Behauptung, die kaum ein bedächtiger Paartherapeut unterschreiben würde.  Da draußen im Dschungel der Eitelkeiten tummeln sich allerdings andere Therapeuten, die schon einmal darüber streiten, ob sich „Gleich und Gleich“ eher gesellen oder sich Gegensätze eher anziehen würden – und sie vollführen dabei alle ihre niedlichen Affentänzchen und schlagen sich dabei auf die Brust: „Meine Psychologie ist besser als deine, ätsch, bätsch!“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Stabilität ist keine Frage von Charaktereigenschaften&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Suche nach der Wahrheit hat dies nichts zu tun. „Gleich und Gleich“ gilt für die gesellschaftliche Ausgangsposition, nicht für die Persönlichkeitseigenschaften. Der Pipifax, der von den angeblichen „Wissenschaftlern“ in die Welt geblasen wird, klingt allerdings anders, und so lesen wie immer wieder, dass sich das „Gleichheitsprinzip bewährt“ habe. Fragt sich nur, wo, wie und wann. Familientherapeuten sind da nämlich ganz anderer Meinung. Sie sagen beispielsweise, dass eine Beziehung vor allem nach Stabilität streben sollte, und die kann in beiden Fällen erreicht werden, etwa so:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Beide Partner streben in die gleiche Richtung – sie Stablisieren einander dadurch, dass sie das Gleiche wollen und sich darin bestärken, dies auch miteinander zu erreichen. In der Regel erreichen beide damit mehr in ihren gemeinsamen Stärken, können aber bei Problemlösungen auf der Ebene gemeinsamer Schwächen auch leicht versagen (der Wissenschaftler sagt dazu „Stabile Symmetrie“) . Bespiele wäre hier Lehrer- oder Arztehepaare. &lt;br /&gt;
-	&lt;br /&gt;
-	Beide Partner ergänzen einander. Was der eine nicht vollständig zustande bringt, kann der andere vollenden. Ihr Gesamtwerk ist besser als das Werk jedes Einzelnen und damit für beide von Vorteil. Sie haben zwar nicht die Kraft, ihre gemeinsamen Stärken so kräftig zu bündeln wie ein Paar, das nur in eine Richtung strebt, lösen Probleme aber dafür leichter. (Der Wissenschaftler sagt hier: „Stabile Komplementarität“). Typisches Beispiel ist die Verbindung zwischen einem Handwerker und einer Buchhalterin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&quot;Matchingverfahren&quot; stammen nicht aus der Paarforschung &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man erkennt also leicht, wie dümmlich die Bemühungen von Wissenschaftlern sind, Eigenschaften zu „matchen“, denn die meisten dort angenommenen Bedingungen spielen für die Stabilität der Beziehung nur eine untergeordnete Rolle. Tatsächlich stammen die Verfahren, die ein „Matching“ verwendet werden, überwiegend auch gar nicht aus dem Bereich der Paarforschung, sondern sind auf Paare abwandelte Berufseignungstests.  Man kann dies sehr genau anhand der Berufsfelder der „Erfinder“ solcher Tests feststellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wahnsinn Traumpartner&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was aber bringt nun der Traumpartner? Die Antwort: voraussichtlich nichts als Ärger. Zunächst einmal muss man sich darüber klar machen, dass man den „Traumpartner“ oder „idealen Partner“ nur finden kann, wenn man daran glaubt, dass es einen solchen Partner gibt. Man könnte genau so gut an Voodoo oder Kaffeesatzlesen „glauben“ – denn es gibt leider nur die “fixen Idee“ des Idealpartners und keinen Beweis für die Möglichkeit seiner Existenz. Der Traumpartner ist also eine Wunschvorstellung – und vielleicht schlimmer noch: Ein Wahn, in den man sich verliebt – und es ist nicht gut, sich in einen Wahn hineinzubegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Auch der &quot;richtige Partner&quot; ist eine Glaubensfrage&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 180px&quot;&gt;&lt;iframe src=&quot;http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&amp;bc1=000000&amp;IS2=1&amp;bg1=FFFFFF&amp;fc1=000000&amp;lc1=0000FF&amp;t=sehpferd&amp;o=3&amp;p=8&amp;l=as1&amp;m=amazon&amp;f=ifr&amp;md=1M6ABJKN5YT3337HVA02&amp;asins=3100629442&quot; style=&quot;width:120px;height:240px;&quot; scrolling=&quot;no&quot; marginwidth=&quot;0&quot; marginheight=&quot;0&quot; frameborder=&quot;0&quot;&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;Der Paartherapeut Arnold Retzer geht in die gleiche Richtung, nur redet er nicht einmal von den lackierten Begriffen „Traumpartner“ oder „Idealpartner“, sondern setzt sich mit „dem richtigen Partner“ auseinander – und bleibt auch hier skeptisch. Er schreibt: „Voraussetzung der Vorstellung, man könne den richtigen Partner finden, ist die Überzeugung, es gibt ihn, den richtigen Partner.“ Im weiteren Text bezweifelt der Autor diese Möglichkeit und schreibt dann: „die gleichermaßen attraktive wie unvernünftige Idee ist die Vorstellung, man könne sich den Partner zuführen lassen“ … und verspottet die „Matchingverfahren“ der Online-Partnervermittler, die ja genau dies versprechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besser ist es, einen Menschen zu finden, der uns so akzeptiert, wie wir sind. Wenn wir dann noch wissen, wo wir nachgeben können und wo wir stark bleiben wollen und wie wir dafür fair miteinander streiten wollen – dann brauchen wir die Psychoumkränzung unseres Wohls allesamt nicht.  Wir müssen einfach nur nach vorne schauen und den Mut haben, uns zu binden – das ist wirklich alles.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitate (alles Nicht-Internet Zitate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Watzlawick: &quot;Die Möglichkeit des Andersseins&quot;, Bern 1977&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Symmetrie und Komplexität sinngemäß beschrieben nach Carlos Sluzki / Janet Beavin: „Symmetrie und Komplexität“, in &quot;Interaktion&quot;, Bern 1980&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arnold Retzer: Lob der Vernunftehe, Frankfurt 2009 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Titelbild: &amp;copy; 2009 by &lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/mejiaperalta/3735075115/&quot;&gt;Jorge Mejia&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 28 May 2010 10:34:34 +0200</pubDate>
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    <category>beratung</category>
<category>brüste</category>
<category>fellatio</category>
<category>psychologie</category>

</item>
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    <title>Liebestests – Wahrheit oder Verdummung?</title>
    <link>http://liebeszeitung.de/index.php?/archives/399-Liebestests-Wahrheit-oder-Verdummung.html</link>
            <category>liebe an sich</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
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    &lt;!-- s9ymdb:561 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;431&quot; style=&quot;border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; src=&quot;http://liebeszeitung.de/uploads/liebestest.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer einen Liebestest sucht, der möchte entweder eine zusätzliche Sicherheit über seien Liebe gewinnen oder aber er ist unsicher und will sozusagen eine Meinung darüber einholen, wie es um seine Gefühle wirklich stehen könnte. Theoretisch kann zwar jeder halbwegs lebenskluge Erwachsene dabei weiterhelfen, aber gerade die scheuen, zögerlichen Verliebten vertrauen doch eher den Tests, die in Frauenzeitschriften oder im Internet angeboten werden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun sind sich die weisen, nicht-psychologischen Berater auf diesem Gebiet einmal mit den professionellen Psychotherapeuten mit eigener Beratungspraxis völlig einig: Solche Tests haben den Stellenwert von Orakeln und verwirren eher, als dass sie Klarheit bringen. Normalerweise helfen nämlich bei Fragen wie „ist er der Richtige?“ oder „liebt sie mich wirklich?“ schon einige wenige Gespräche, um sich Gewissheit zu verschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Im richtigen Leben hilft ein guter Berater&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den meisten Fällen finden die Klienten schon nach wenigen Sitzungen, oft schon bei der ersten Konsultation heraus, was sie wirklich wissen wollten. Das Geheimnis dieser wundersamen Klärung: Sie wussten es schon immer, konnten es aber nie wirklich aussprechen.  Sprechen aber ist ein Wandlungsprozess der analogen Inhalte des Gehirns in digitale Inhalte, der mit oder ohne Dialog zur Klärung führen kann.  Wenn ich hier von „Konsultationen“ schrieb, so muss keine Therapeutenpraxis gemeint sein: Diese Art von Beratungsarbeit leisten auf dieser Erde mehr Freundinnen, Tanten und Großmütter als Psychotherapeuten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Liebestests zwischen Volksverdummung und Frauenzeitschriften-Psychologie &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was aber ist mit den Tests? Neben der Volksverdummung, einfach die Namen beider Verliebten anzugeben, um daraus ein Orakel zu ermitteln, werden tatsächlich „psychologische“ Tests angeboten, die meist abfällig als „Frauenzeitschriftenpsychologie“ bezeichnet werden. Die Ergebnisse zeigen dann zumeist ein neues Orakel, das bestenfalls als „Tendenz“ gewertet werden kann. Eine große Rolle spielt dabei, dass Menschen, die im Zweifel sind, ja ohnehin eine große Bandbreite von Interpretationen über ihre Liebe im Kopf haben, die mit großer Wahrscheinlichkeit von mehreren der Ergebnisse getroffen werden dürfte. Oder mit anderen Worten: Wenn fünf Kategorien des Orakels geboten werden, würden die meisten Testpersonen wohl drei davon als „zutreffend“ interpretieren. Man kann dies leicht feststellen, indem man die potenziellen Ergebnisse zuerst liest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ernsthaften Wissenschaftler haben einen Namen für dieses Phänomen: den Barnum-Effekt. Er tritt immer dann ein, wenn ein Ergebnis so simpel und mehrdeutig formuliert wurde, dass sich möglichst viele Menschen damit identifizieren können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielsweise (fünf Stufen, Bewertung absteigend, fiktiv durch einen Texter erstellt): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;„Sie sind Ihrer Liebe sicher, obgleich kleine Zweifel noch an ihnen nagen, die sie mit ihrer starken Persönlichkeit sicher bewältigen werden.“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Sie sind ihrer Liebe fast sicher. Mögliche Zweifel, die sich noch haben,  werden Sie durch ihre stabile Persönlichkeit ausgleichen können.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Zwar sind Sie ihrer Liebe nicht ganz sicher, aber diese kleine Hürde  können sie durch ihre persönliche Stärke ausgleichen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihrer Liebe sind sie nicht ganz sicher, aber ihre Persönlichkeit kann ihnen dabei helfen, diese Zweifel zu bewältigen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Auch wenn sie oft an Ihrer Liebe zweifeln – die Stärke Ihrer Persönlichkeit wird Ihnen helfen, diese Zweifel ins Lot zu bringen.“ &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ähnlicher Wiese versuchen auch Kartenschlägerinnen, Wahrsagerinnen und Astrologen, Ihnen ein Trugbild zu vermitteln, wobei der Wahrheitsgehalt unter Anwesenden noch durch nahezu unsichtbare analoge Kommunikation (kaum erkennbare Gesten) beeinflusst werden kann. Daraus ergibt sich, dass der Rat einer Wahrsagerin vor Ort möglicherweise einen gewissen Grad von Wahrscheinlichkeit erhält – ein Phänomen, das Laien ebenfalls immer wieder verblüfft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammengefasst: Am wichtigsten ist, dass man einen Zuhörer für sein Liebesproblem findet, der dabei keine eigenen emotionalen Ziele verfolgt – also einen neutralen, menschenkundigen Berater. In den meisten Fällen löst sich das Problem dann.  Internet-Tests hingegen bringen zwar Argumente (wie jedes Orakel) aber keinen wirklichen Aufschluss über das Liebesproblem, das man selbst hat.  Liebestests sind also überwiegend Orakel, und genau diesen Stellewert sollte man ihnen zumessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Titelbild &amp;copy; 2007 by &lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/-cavin-/408023742/&quot;&gt;Cаvin 〄&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
 
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    <pubDate>Sat, 15 May 2010 11:00:29 +0200</pubDate>
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    <category>beratung</category>
<category>frauen</category>
<category>liebestest</category>
<category>psychologie</category>
<category>psychotest</category>
<category>test</category>

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    <title>Sexualkundeunterricht wird zum Zankapfel in Bayern</title>
    <link>http://liebeszeitung.de/index.php?/archives/394-Sexualkundeunterricht-wird-zum-Zankapfel-in-Bayern.html</link>
            <category>liebes kurznachrichten</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
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    Bayern hat zwar ein erfolgreiches Schulsystem, aber es harzt immer dann, wenn Weltanschauungen ins Spiel kommen. Diesmal ist es nicht das Kruzifix im Klassenzimmer, das im Mittelpunkt der Ärgerlichkeiten steht, sonder der Sexualkundeunterricht an der Grundschule. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hintergrund ist die Tatsache, dass sich immer mehr Grundschulen an Fachleute bei „Pro Familia“ oder „Donum Vitae“ wandten, um den Unterricht zu übernehmen. Nun aber erklärte die bayrische Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU), „dass sexualpädagogische Veranstaltungen in der Grundschule nicht primär Aufgabe der Schwangerenberatung sind, sondern Aufgabe der Lehrkräfte&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mag ja stimmen – aber offenbar machen die Fachleute einen bessern Sexualkundeunterricht als die Grundschullehrer, was niemanden verwundern dürfte, denn so mancher Grundschullehrer hat Berührungsängste mit der Sexualität – jedenfalls dann, wenn tiefer gehende Fragen gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man zynisch wäre, könnte man sagen: In bayrischen Schulen gehen doch auch Pfarrer trotz ihrer Überlastung aufgrund von Priestermangel ein- und aus und geben Unterricht – warum dann eigentlich nicht Fachleute von Pro Familia?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Details bei &quot;&lt;a href=&quot;http://www.infranken.de/nc/nachrichten/lokales/artikelansicht/article/sexualkunde-kuenftig-ohne-externe-berater-54957.html&quot;&gt;InFranken&lt;/a&gt;&quot; und in der &quot;&lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/muenchen/325/481793/text/&quot;&gt;Süddeutschen&lt;/a&gt;&quot;.&lt;br /&gt;
 
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    <pubDate>Thu, 13 May 2010 14:29:31 +0200</pubDate>
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    <category>beratung</category>
<category>sex</category>

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