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 Liebeszeitung - Lüste, Liebe, Beziehungen und viel mehr.

Haben Frauen wirklich Lust, auf der Resterampe zu suchen?

20 Jahre Altersunterschied und doch auf Augenhöhe?
Frauen über 50 klagen beschweren sich bisweilen darüber, dass es keine „geeigneten Männer“ für sie gibt. Anderseits wehklagen viele „junge“ Männer über 30 darüber, dass es für sie keine Frauen mehr gibt. Der „Markt“ scheint leer gefegt zu sein.

Manche Menschen, die sich als „Experten“ ausgeben, habe die Theorie dahinter aufgestellt:

Den vielen weiblichen Akademikern eines Jahrgangs stehen nicht genügend Männer der gleichen Bildungsstufe gegenüber.

Männer suchen selten nach Frauen, die klüger sind als sie sie selbst.

Gebildete oder gut verdienenden Männer werden auch von Nicht-Akademikerinnen begehrt.


Klischees über Frauen und Männer?

Das alles mag stimmen. Aber findest du dich darin wieder? Die Frage ist doch: Was kannst, was willst du tun, um dagegen zu steuern?

Neuerdings höre ich oft von Frauen, dass alle Männer, die noch zu haben sind, zu den nicht-ehebereiten Menschen gehören. Entweder, weil sie ein sexuelles Vergnügen suchen oder weil und weil man ihnen nicht „auf Augenhöhe“ begegnen kann – in vulgo: Sie sind Bildungs- und Kulturbanausen.

Von Männern höre ich anderseits, dass Frauen immer mehr „Ansprüche“ im Gepäck haben. Werden sie nicht alle erfüllt, so weigern sich Frauen, die Beziehung zu vertiefen.

Ein neuer Umgang mit den Suchenden - Zweisamkeit ausprobieren

Wie können wie als Staat, Gesellschaft oder als Einzelperson mit diesem Umstand umgehen?

Die Antwort ist eigentlich klar: variabler werden – also danach zu suchen, was ihr an einem Menschen am meisten schätzt. Und dabei jene zu meiden, mit denen ihr gar nicht zurechtkommt. Dazwischen ist ein weites Feld – zum Ausprobieren. Egal, was eure Eltern oder Großeltern für richtig hielten – ich empfehle, den Weg in die Zweisamkeit selber zu suchen.

Wie wäre es, zunächst ein paar Grundbedürfnisse miteinander zu teilen? Meinetwegen, um sich selbst zu feiern, den/die andere(n) zu feiern, miteinander etwas zu unternehmen und klar – auch mal wieder Sex zu haben.

Manche von euch sagen jetzt: Eine „schräge Beziehungen will ich niemals.“ Das ist dann eine persönliche Entscheidung. Aber dahinter steht auch immer die Frage: „Was wäre, wenn du es versucht hättest?“

Es gibt alle Varianten: Akademikerin und Handwerker (auch umgekehrt) jünger und älter, lebenserfahren und lernbegierig. Sehr verkürzt, aber wahr: Jeder und jede, der/die dich emotional bereichert, ist ein Gewinn.

Wenn du Ansprüche an deine künftigen Partner(innen) hast …


Die Kurzfassung für Dich, wenn du es eilig hast - für alle ab 25 ...

- Beginne damit, dich selbst kennenzulernen.
- Wenn du „Ansprüche“ an andere hast, denke daran, dass die andere Seite auch Ansprüche haben könnte.
- Überleg dir also, ob du deine Ansprüche durchsetzen kannst.
- Wenn du immer noch „Ansprüche“ anmelden willst, orientiere dich am Partnermarkt, ob sie durchsetzbar sind.
- Wenn nicht, hör auf, dich mit „Dating“ herumzuquälen.

Wenn du über 25 bist, wirst du an dem gemessen, was du bereits erreicht hast. Das heißt, du solltest schon voll im Berufsleben stehen und eine gewisse Selbstständigkeit erreicht haben. Wenn du studierst, sollte das Ende des Studiums in Reichweite sein. Von dir werden darüber hinaus geistige, emotionale und soziale Eigenschaften erwartet – zumindest aber eine gewisse Reife.

Lass dir nichts „einreden“, weder von Frauenzeitschriften noch von Männermagazinen. Meide das „Wissen“ der sozialen Netzwerke ebenso wie die Sprüche des Volksmunds oder die öffentlich verbreiteten psychologischen Ratschläge.

Wie schon gesagt … beginne damit, dich selbst zu kennen.

Mehr bei Sehpferd.

Die richtigen Fragen führen zum Beziehungserfolg - aber das reicht nicht ...

Eine neue Studie (1, 2) hat angeblich ans Tageslicht gebracht, wie du (ja, DU auch) vom oberflächlichen Gelaber (Small Talk) auf die Höhe echter Gespräche bringst. Das ist nicht ganz neu, denn das erste, was du in den meisten Seminaren lernst, ist der Satz: „Ein aktives Gespräch zu führen, bedeutet, die richtigen Fragen zu stellen.“

Frage nach dem "WAS"


Wenn dir dies nicht in die Wiege gelegt wurde (was meistens zutrifft), dann beginne deine Gespräche nach der „Aufwärmphase“ mit einer einfachen Regel: „Frage nach dem WAS.“

Einer der brauchbarsten Sätze ist:

„Was machst du, wenn du nicht gerade zu einem Date gehst?“

Auf solche Fragen kann jemand mit dem Beruf, der Freizeit oder einer anderen Beschäftigung antworten – sie lässt ihm oder ihr die völlige Freiheit.

Hättest du gefragt: „Welchen Beruf übst du aus?“ „Welche Hobbys hast du?“ oder „Was machst du im Urlaub?“, dann hättest du nur die Auskünfte über diesen Bereich bekommen, aber kaum mehr.

Aktive Zuhören - das Geheminis der Erfolgreichen


Nun geht es darum, das Gespräch zu „führen“. Dazu ist eine Technik nötig, die du lernen kannst: das aktive Zuhören. Wenn du sie beherrscht, kannst du über jedes Gebiet, dass dein Partner oder deine Partnerin anspricht, mehr erfahren.

Das ist auch das Ergebnis der erwähnten Umfrage. Aufmerksame Fragen, sorgsam geführte Gespräche und das Gefühl, verstanden zu werden – das sind die Bausteine. Fast zwei Drittel der Befragten haben zum Beispiel angegeben, es wäre schön, wenn du auf etwas eingehen würdest, was sie zuvor gesagt haben. In der Kommunikationslehre gibt es dafür mehrere Methoden, beispielsweise die Intensität des Zuhörens zu verstärken. Doch auch eine ergänzende Frage ist sinnvoll.

Auf die Eingangsfrage „Was ...“ Könnte eine weitere Frage folgen: „Du hast gerade erwähnt, dass du ... wie ist es eigentlich, wenn du ...“.

Du kannst auch eine Antwort geben – und sie darf ruhig kurz sein: „Das interessiert mich sehr ... Ich selber habe auch schon oft überlegt, ob ich ...“

Auf diese Weise behältst du die Gesprächsführung so lange, wie du willst. Damit vermeidest du, dass der/die andere behauptet, du hättest nur „von dir erzählt“.

Selbstverständlich kannst du auch irgendwo einhaken und dann etwas von dir erzählen oder deinem Gegenüber für eine Weile die Gesprächsführung überlassen. Was du dazu wissen solltest: Wer spricht, für den vergeht die Zeit „gefühlt“ schneller – das kann leider auch bedeuten, dass du zu viel erzählst, ohne es zu bemerken.

Die Chance, ein zweites Date zu bekommen, liegt zumindest statistisch bei 85 Prozent, falls der Gesprächspartner „aufmerksame Fragen“ stellt, was in der Praxis bedeutete: „Wenn er auf dich eingeht“. Wieder kommt es drauf an, ob Partnerin oder Partner das Gefühl hat, dass du auf ihn oder sie eingegangen bist.

Ob es wirklich angebracht ist, beim ersten Date Wertefragen zu stellen, muss bezweifelt werden. Zwar behaupteten angebliche 49 Prozent aller Befragten, sie würden gerne nach ihrer Moral, politischen Einstellung, Sexualität oder Religion befragt werde. Allerdings sind Antworten auf Wertfragen relativ sinnlos, solange die Partner noch kein persönliches Verständnis füreinander aufgebaut haben. Insofern sollten alle Fagen dieser Art mit großer Vorsicht gestellt werden.

(1) Artikel aus der WELT Kompakt
(2) Grundlagen von HINGE (Dating-Unternehmen)

Hinweis: Kritische Anmerkungen von unsrem Kommunikationsexperten.

Die Kinderfrage und das erste Date

Die Kinderfrage und das Date - was sie bedeutet und wann du sie stellen solltest

Um es mal klar zu sagen: Menschen, die man anhand irgendwelcher Kriterien zusammengewürfelt hat, sollten sich erst einmal genau kennenlernen. Dann was angeblich „matcht“, das matscht oft eher: Es gab „gute Gespräche“ über gar nichts. Und die Frage „willst du noch Kinder?“, ist dabei völlig vermessen.

Wenn das Thema Kinder heftig an die Tür klopft

Anders ist es bei den Menschen zwischen 30 und 35, bei denen das Thema heftig an die Tür klopft. Betroffen sind letztlich auch solche, die sich nach einer bestimmten Beziehungsform sehnen: bodenständig, festliche geschlossene Ehe, konservative Grundeinstellung, Familie obligatorisch.

Selber sicher sein - die Voraussetzung

Doch alldem geht etwas voraus – sich selbst klar zu werden. Die Kolumnistin Miriam Schell (1) meint dazu:

Ist die Kinderfrage für dich überhaupt schon richtig geklärt? Weißt du, ob du sicher mal Kinder bekommen möchtest, irgendwann vielleicht oder gar nicht? Auch Rahmenbedingungen (wie Karrierewunsch, ungefährer Zeitpunkt und Ähnliches) solltest du hier schon mal mitdenken.

Ehen verändern das Single-Dasein - und Kinder verändern Ehen

Nur wenige ledige Menschen wissen, in welcher Weise eine Beziehung oder gar eine Ehe das Lebenskonzept durcheinanderwirbeln kann. Das ist schlicht und einfache eine Tatsache. Sie kann zu einem großen emotionalen Gewinn führen, aber ein Teil wird auch zu Verlusten führen.

Kinder haben noch ein stärkeres Veränderungspotenzial – wenn du das bezweifelst, dann frage bitte Menschen, die zahlreiche Kinder großgezogen haben. Dabei geht es nicht um die Bewertung, sondern allein um die Fakten, die sich dadurch verändert haben – denn die sind vorhersehbar.

Traditionen und neue Wege

Wenn du dies alles für dich selbst geklärt hast, dann ist es Zeit, einen Partner oder eine Partnerin zu suchen, die auf der gleichen Linie liegt. Das erkennst du zum großen Teil an ihren Zukunftsplänen. Hat die Person kaum Vorstellungen, was sie selber will, ist der Ausgang unsicher. Alte Ehepaare sagen oft: „Dann heirateten wir und dann kamen die Kinder“. Diese Aussage dürfte etwa einer Person entsprechen, die kaum Zukunftspläne hat. Wenn die Person feste Zukunftspläne hat, die auch mit Kindern realisiert werden können, dann ist dies die richtige Person – solange du selbst flexibel bist. Der „Knackpunkt“ ist dabei die Frage des Wohnorts. Wenn du meist, dass du mit Kindern überall leben kannst (also nicht ausschließlich an deinem jetzigen Wohnort), dann streck die Hand nach dem anderen aus. Sollte die andere Person sehr an den Wohnort oder andere Traditionen gebunden sein, so überlege dir, ob du ein Teil davon werden willst.

Ich kann hier nicht alle wiedergeben, was ich in meinem Leben erfahren habe -und ich empfehle deshalb, die beiden unten aufgeführten Artikel zu lesen. Sie geben dir manche Hilfen für das erste Date – unter anderem eben auch zur „Kinderfrage“.

Eines kann ich absolut sicher beantworten: Das erste Date ist auf keinen Fall geeignet, die „Kinderfrage“ zu diskutieren. Vielmehr dient es dazu, sich gegenseitig mitzuteilen, wie man miteinander umgehen möchte und ob dabei eine Art von Zuneigung aufkommt.

Quellen und zum Weiterlessen

(1) Artikel der Kolumnistin aus "Familie.de".

(2) Artikel aus Desired mit der Meinung von Anna Wilitzki (Therapeutin).

Bei jeder Frau lernt ein Mann etwas Neues

Das Erfolgsrezept ... auf Knien zu lesen
Fast alle Männer glauben, sie wüssten, was eine Frau von ihnen erwartet. Nein, nicht im Restaurant – die Etikette dort wird bei Weitem überschätzt.

Hier ist die Rede davon, was passiert, wenn die Frage „zu mir oder zu dir“ geklärt ist. „Klare Ansage: Wenn du den Mund verschließt, wirst du nicht gefüttert.“ Das heißt, dass du ihm sagen (und zeigen) musst, was du gerne hättest. Sonst macht er, was ihm eine andere Frau beigebracht hat – oder irgendetwas, was er mal in Pornovideos gesehen hat.

Eine junge Single-Frau hat es so deutlich gesagt, wie ich es noch nie zuvor gehört habe (entschärft und neutralisiert):

„Ich bewege seine Hände dahin. Wo ich sie haben möchte, und sage ihm, wo er mich küssen soll, damit ich das bekomme, worauf ich wirklich scharf bin. Viele Frauen haben Angst, die Gefühle der Männer zu verletzen, wenn sie dominant sind. Aber Und im Schlafzimmer lieben sie Dominanz“ .

Mach ihm klar, was du willst

Noch deutlicher wurde eine Frau um 25, die ihrem neuen Freund sofort klar machte, welche Art von Sex sie wollte – und sie war bereit, dazu klare Anweisungen zu geben. Ihr Liebhaber akzeptierte das, solange alles im Gleichgewicht blieb: Mal überwand er sich, mal musste sie sich überwinden, um die gegenseitigen Wünsche zu erfüllen.

Im Grunde sagten alle Befragten etwas sehr Ähnliches, nur in unterschiedlicher Art.

Die Botschaft ist allerdings eindeutig: „Sag deinem Mann, wie du es am liebsten hast, und überzeuge ihn davon, es euch zu tun.“

Wird dir jetzt ein bisschen mulmig? Wolltest du einen Mann, der „höchstens“ eine oder zwei sexuelle Beziehungen mit einer Frau hatte, bevor er bei dir landete? Und hast du wirklich erwartet, dass er schon alles weiß, „was Frauen wollen“? Oder wenn er es angeblich schon weiß: „Ist es dasselbe, was du willst?“

Hinweis: Pate standen drei Zitate (von 15) aus der modernen Frauenzeitschrift „xoNECOLE“, die vereinfacht wurden.